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Holzbaubasierte Mikro-Architektur zeigt beispielhaft, was auch großmaßstäblich umgesetzt werden kann.

ThüringenForst unterstützt Holzbau

ThüringenForst unterstützt auf der Internationalen Bauausstellung (IBA) das Timber Prototype House und zeigt die Zukunft hochinnovativen und klimafreundlichen Holzbaus am Beispiel moderner Mikro-Architektur.

ThüringenForst unterstützt als Hauptsponsor, neben der Rettenmeier Holding AG, das Timber Prototype House auf der IBA Thüringen in Apolda. Ein in innovativer Blockbauweise errichteter Technologiedemonstrator zeigte, wie zukünftig Massivholzhausbau aussehen könnte. Dazu dienen stehende Kantvollhölzer, digitale Fertigungsansätze und biogene Formgestaltung in monomaterieller Holzbauweise. Diese einzigartige Mikro-Architektur können Besucher in Apolda, einem Außenstandort der IBA Thüringen, von Mai bis September 2019 auf dem Gelände des dortigen Eiermannbaus besichtigen. Laut ThüringenForst ist dieses Low-Carbon-Projekt bundesweit einzigartig.

Was ist monomaterielle Holzbauweise?

„Holz zeichnet sich als regionaler, nachhaltig verfügbarer Roh-, Bau und Werkstoff durch seine einzigartige ökologische Bilanz aus: Der natürliche Baustoff bindet im Wachstum klimaschädliches CO2 aus der Atmosphäre, erfordert bei der Bearbeitung selbst einen geringen Energie- und Ressourcenaufwand und ersetzt damit energieintensive Baustoffe wie Stahl, Beton oder Glas“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Das Holzbausystem ist in mehrfacher Hinsicht neu: Bisher wurden Massivholzhäuser in Horizontalbauweise errichtet. Dagegen sind die Kantvollhölzer horizontal und damit in Haupttragrichtung des Holzes geschichtet. Neu sind auch die computerbasierten, geschlitzten Füge- und Verbindungslösungen, die ohne chemische Klebstoffe oder Metallverbinder eine luftdichte Hülle absichern. So werden die strengen deutschen Energiesparstandards erfüllt. Ebenfalls neu ist der architektonisch Gesamtausdruck. Auch der Lebenszyklus stand im Fokus der Forscher: Am Ende der Nutzungsdauer des Gebäudes ist eine einfache Demontage des monomateriellen Konstrukts für die stoffliche Verwertung gewährleistet.

Das Timber Prototype House zeigt, was mit Holz möglich ist

„Der regional verfügbare, nachhaltig produzierte Roh-, Bau- und Werkstoff Holz ist technologisch noch längst nicht auskonstruiert“ so Gebhardt abschließend. Dies zu beweisen, war eine der Zielsetzungen, weshalb ThüringenForst das Projekt unterstützt. Denn grundsätzlich lassen sich die gefundenen bautechnischen wie architektonischen Innovationen nicht nur in moderner Mikro-Architektur, sondern auch in den nicht minder interessanten Gegenwarts-Baustilen umsetzen: Etwa als Hausaufstockungen, Lückenbebauungen oder Ergänzungsarchitektur zu bestehenden Wohngebäuden. Das Timber Prototype House, davon ist Gebhardt überzeugt, leistet hierfür einen mehr als eindrucksvollen Machbarkeitsbeweis.

ThüringenForst

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