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ThüringenForst spendet der Wartburg eine Luthereiche

ThüringenForst spendet der Wartburg eine Luthereiche

Im 500. Jubiläumsjahr der Reformation haben Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, Landesbischöfin Ilse Junkermann und Forstministerin Birgit Keller zusammen mit Burghauptmann Günter Schuchardt und dem ThüringenForst-Vorstand Volker Gebhardt am Fuße der Wartburg eine 3 m hohe Luthereiche gepflanzt.

Damit erhält die Wartburg den Symbolbaum der Reformation. Seit rund 150 Jahren pflanzt man verstärkt, in Gedenken an den Reformator und dessen Wirken, Luthereichen. An einer Eiche soll Martin Luther 1520 sein Exemplar der päpstlichen Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ verbrannt und damit die Loslösung von der Römischen Kirche manifestiert haben.
Wartburg als wichtige Reformationsstätte
„Die Wartburg, wo Martin Luther sich 300 Tage versteckte und das Neue Testament übersetzte, ist eine wichtige, vielleicht die wichtigste Reformationsstätte Mitteldeutschlands und deshalb bestens geeignet, eine Luthereiche zu pflanzen“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Nicht umsonst ist die Wartburg die weltweit meist besuchte Lutherstätte. Dies umso mehr, weil die nahe gelegene Stadt Eisenach zusätzlich eine herausragende biografische, theologische und musikalische Wirkungsstätte Martin Luthers darstellt.
„Wir haben uns für eine Eiche entschieden, sie wird viele Generationen nach uns an das hohe Gut der Glaubensfreiheit erinnern, für das Luther so mutig und ausdauernd gekämpft hat“, so Forstministerin Keller. „Doch wir pflanzen nicht nur symbolisch diesen einen Baum, sondern jedes Jahr bis zu 1,3 Millionen Bäume allein im Thüringer Staatswald“, so Keller weiter.
Lutherbäume als Abbild einer 500-jährigen deutschen Geschichte
Bäume sind in allen Zeiten und in allen Religionen zu mythologischer Bedeutung gekommen, so auch bei Luther. Mit der Etablierung des Reformationsfestes im 18. Jahrhundert wurde das Pflanzen von Lutherbäumen wieder populär, später auch zu dessen Geburtstagsjubiläen. Im 19. Jahrhundert wurde die Tradition der Pflanzung von Lutherbäumen sogar zum Zeichen des politisch revolutionären Geistes, als Freiheitsbäume etwa zum Hambacher Fest oder der Märzrevolution. Viele Linden, gepflanzt nach 1989/90, symbolisieren den Einheitsgedanken nach der deutschen Wiedervereinigung. So ist die Tradition der Lutherbäume ein Abbild einer 500-jährigen deutschen Geschichte geworden.
ThüringenForst spendete in diesem Kontext gern die Luthereiche und stellt auch die Pflege des Baumes in den nächsten Jahren durch die Experten des Thüringer Forstamtes Marksuhl sicher.
ThüringenForst

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