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ThüringenForst: Schutz der Waldböden im Fokus der Förster

ThüringenForst: Schutz der Waldböden im Fokus der Förster

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. ThüringenForst, mit 200.000 ha flächengrößter Waldeigentümer im Freistaat, verweist im Kontext „Global denken, lokal handeln“ auf die Bedeutung der heimischen Ressource Waldboden und deren Schutz.
Waldböden sind vor allem durch Schadstoffeinträge, durch Versiegelung und durch flächige Befahrung mit schweren Forstmaschinen gefährdet.
ThüringenForst baut deshalb versiegelungsfreie Forstwege aus regionalen Naturbaustoffen. Außerdem sorgt ein ausgeklügeltes System von Forstwegen und Rückegassen dafür, dass rund 80 % der Waldfläche mit Forstmaschinen bei Waldpflegemaßnahmen unbefahren bleiben. In sensiblen Hanglagen werden statt Radmaschinen hochmoderne Seilkräne eingesetzt. Auch der verstärkte Einsatz von Rückepferden ist dem Schutz des sensiblen Waldbodens geschuldet. „Der Bodenschutz ist eine Kernaufgabe in der nachhaltigen und naturnahen Bewirtschaftung unserer Wälder“, erläutert Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand.
Während die Gefahr der Bodenversiegelung und Bodenverdichtung in den letzten Jahren durch forstliche Bodenschutzstrategien massiv gemindert wurde, bleibt der Schadstoffeintrag durch die Luft eine latente Herausforderung. Speziell die Stickstoffeinträge liegen, trotz ihrem Rückgang seit 1991, nach wie vor über dem kritischen Wert. Bodenschutz-Kalkungsmaßnahmen, wie von ThüringenForst jährlich im Frühjahr und Herbst durchgeführt, können nur beschränkt die negativen Folgen wie etwa die Bodenversauerung abpuffern.
Nach Angaben der Vereinten Nationen gehen jährlich weltweit 10 Mio. ha fruchtbare Böden verloren. Globale Ursachen sind Erosion, Vergiftung oder Versiegelung.
ThüringenForst

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