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Thüringen: Waldbodenschutz im Fokus der Forstwissenschaft

Thüringen: Waldbodenschutz im Fokus der Forstwissenschaft

Anlässlich der am 12. November durchgeführten Fachtagung der Thüringer Landesforstanstalt zum Waldbodenschutz im Freistaat unterstrich Forstministerin Birgit Keller in Gotha, dass Forstleute und Waldbesitzer ihre Verantwortung für den Bodenschutz umfassend wahrnehmen. Grundlage hierfür seien unter anderem Forschung und Überwachung, die am Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha für den Gesamtwald Thüringens gebündelt seien. Stickstoffüberfrachtung, Forstmaschineneinsatz und Biomassenutzung sind Forschungsfelder, die auch in Zukunft für den Waldbodenschutz von zentraler Bedeutung sind.
Knapp 100 Teilnehmer folgten den Ausführungen der 11 Referenten zu den Themen Bodennachhaltigkeit, Bodenüberwachung und aktuelle Projekte.
Prof. em. Franz Makeschin von der Universität Tharandt sieht den forstlichen Bodenschutz stark ausgeprägt, weil Forstleute den Boden nicht nur als natürliche Produktionsgrundlage wertschätzen, sondern auch dessen ökologische Funktionsfähigkeit für entscheidend wichtig erachten.
Dr. Joachim Block von der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz zeigte jüngste Forschungsergebnisse zum Nährstoffaustrag bei Waldböden und den forstlichen Möglichkeiten, diesem gegenzusteuern. Der Bodenschutzkalkung – in Thüringens Wäldern jährlich durchgeführt – räumte er in Zukunft eine immer größere Rolle ein, um einer Versauerung und einem schleichenden Nährstoffverlust zu minimieren.
Mit der Fachtagung hat ThüringenForst das von den Vereinten Nationen 2015 ausgerufene Internationale Jahr des Bodens abgeschlossen. „Gleichwohl bleibt der Waldbodenschutz im Fokus der Thüringer Forstwissenschaft, um die Leistungsfähigkeit und Produktivität der Waldökosysteme als Ganzes zu erhalten“, so Corinna Geißler, kommissarische Leiterin des Forstlichen Forschungs- und Kompetenzzentrums Gotha.
ThüringenForst

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