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Thüringen trägt bundesweite Verantwortung für die Europäische Wildkatze

Thüringen trägt bundesweite Verantwortung für die Europäische Wildkatze

„Thüringen trägt bundesweit Verantwortung für die Zukunft der Wildkatze“, sagte Staatssekretär Roland Richwien anlässlich der Eröffnung des Internationalen Symposiums „Europäische Wildkatze und Luchs“ am 27. Juli in Jena. Der Harz und der Hainich sind einige der wenigen Regionen in Deutschland, in welchen noch ursprüngliche Wildkatzenpopulationen vorhanden sind. Neben bewaldeten Höhengebieten in Rheinland-Pfalz sind der Hainich und der Harz zentrale Verbreitungszentren der Wildkatze in Deutschland. In Thüringen war die Wildkatze nie ausgestorben.

Vorreiter beim Artenschutzprogramm Wildkatze

Thüringen hat bereits seit vielen Jahren eine Vorreiterrolle beim Thema Wildkatze. Bereits im Jahr 1995 hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Anstoß zum „Artenschutzprogramm Wildkatze“ gegeben. Mit dem vom TMLFUN geförderten Programm wurden zunächst die verbliebenen Restbestände der Wildkatze landesweit erfasst. Anschließend hat der BUND vor Ort im Hainich im Rahmen eines Telemetrieprojekts untersucht, wie sich die Tiere hier im Grenzbereich zwischen den gesicherten Vorkommen im Hainich und den nördlicher gelegenen bewaldeten Höhenzügen sowie zu den südlicher gelegenen Vorkommen im Thüringer Wald verhalten. Im Ergebnis wurde festgestellt, dass es zur Stabilisierung der vorhandenen isolierten Inselbestände langfristig der großräumigen Lebensraumvernetzung bedarf. Dem widmet sich das Folgeprojekt des BUND „Ein Rettungsnetz für die Wildkatze“.

Mit dem „Wildkatzendorf“ Hütscheroda hat der Nationalpark Hainich eine neue Attraktion erhalten. Der Luchs, der noch 1992 als ausgestorben galt, wird inzwischen hin und wieder in Thüringen gesichtet.
 

TMLFUN

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