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Säge- und Holzindustrie warnt vor Verschärfung der Rohholzversorgung in Thüringen

Säge- und Holzindustrie warnt vor Verschärfung der Rohholzversorgung in Thüringen

Im Rahmen der mündlichen Anhörung im Landtag in Erfurt stand am 23. August das Gesetz zur Reform der Thüringer Landesforstverwaltung (ThüringenForst) vor den Mitgliedern des Ausschusses für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz zur Diskussion. Die Landesregierung hatte in einer Kabinettssitzung im August 2010 die Umwandlung der Landesforstverwaltung in eine Anstalt öffentlichen Rechts unter Beibehaltung der Organisationsform des Gemeinschaftsforstamts beschlossen. Nun liegt der Gesetzentwurf vor, und soll bis Ende 2011 im Thüringer Landtag beschlossen werden, um die neue Rechtsform ab 2012 umzusetzen.
BSHD-Vizepräsident Lars Schmidt hatte die Möglichkeit, die Position der Säge- und Holzindustrie in der Anhörung und Diskussion zu vertreten. Die anstehende Reform ist für die Holzindustrie natürlich von besonderer Bedeutung, da ThüringenForst der wesentliche Rundholzlieferant für die Betriebe in und um Thüringen ist. Die effiziente und vor allem ausreichende Rundholzversorgung der Wertschöpfungskette Forst & Holz ist aus Sicht des BSHD maßgeblich für die künftige internationale Wettbewerbsfähigkeit in einem zunehmend globalen Markt.
Daher machte Schmidt deutlich, dass eine Reform sinnvoll und notwendig ist, um Strukturen und Prozesse eines modernen Unternehmens an geänderte Anforderungen anzupassen. Allerdings wird die Reform und ein möglicher Personalabbau auf der operativen Ebene der Revierleiter zu einer weiteren Verschärfung der Rohholzversorgung der Betriebe führen, wenn ausschliesslich die Sparzwänge der öffentlichen Hand Entscheidungsgrundlage sind. Denn Thüringen trägt mit einem vergleichsweise kleinteiligen und dadurch strukturell benachteiligten Privatwald ein schweres Erbe. Wenn das Holzaufkommen und die Verfügbarkeit aus diesen Flächen nachhaltig gesichert werden soll, bedarf es künftig einer intensiven und flächendeckenden Betreuung der Privatwaldbesitzer, durch die forstlichen Strukturen (Zusammenschlüsse) und unterstützt durch die Revierbeamte von ThüringenForst dort, wo sich die Betreuung nicht kostendeckend darstellen lässt
 
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung: Thüringen: Landtagsanhörung zur Forststrukturreform

 

BSHD

 
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