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Thüringen: Naturschutzgroßprojekt mit bundesweitem Modellcharakter

Das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“ ist ein Naturschutzprojekt mit bundesweitem Modellcharakter. Darauf hat Thüringens Umweltstaatssekretär Olaf Möller bei einer Festveranstaltung zum Abschluss des zehnjährigen Naturschutzprojektes in Kaltennordheim (Wartburgkreis) hingewiesen. „Das Projekt zeigt eindrücklich, dass Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung keine Gegensätze sind. Für die Region ist es ein dreifacher Gewinn: Arbeitsplätze werden gesichert, der Tourismus gefördert und die biologischen Vielfalt erhalten „, so Möller.
Um die erfolgreiche Arbeit des Projekts fortzuführen, sollen die Kerngebiete künftig durch das „Thüringer Programm zur Förderung von umwelt- und klimagerechter Landwirtschaft, Erhaltung der Kulturlandschaft, Naturschutz und Landschaftspflege“ (KULAP) gefördert werden.
Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“
Das Naturschutzgroßprojekt ist eines der ersten Projekte, die den maximalen Förderzeitraum aus dem Förderprogramm des Bundes „CHANCE NATUR“ ausschöpfen. Außerdem gehört das Naturschutzprojekt zu den ersten seiner Art, bei dem eine Überprüfung der naturschutzfachlichen wie wirtschaftlichen Auswirkungen erfolgt. Nachdem im Jahr 2010 die erste Evaluierung erfolgte, ist eine abschließende Bewertung zum Abschluss des Projekts vorgesehen.
Ziel des Naturschutzgroßprojektes „Thüringer Rhönhutungen“ ist es, die charakteristischen Magerrasen der Rhön zu pflegen und wieder herzustellen. Diese sind wesentlicher Bestandteil des Natura-2000-Gebietsnetzes Thüringens. In den acht Kerngebieten des Naturschutzgroßprojektes wurden vorrangig Maßnahmen zur Erhaltung der Pflanzen- und Tierarten der Magerrasen durchgeführt. Dabei wurden die vorhandenen Schafherden durch den Ankauf von Tieren und die Erleichterung der Haltebedingungen gestärkt. Insgesamt werden im Projektzeitraum von 2005 bis 2015 rund 5,4 Mio. € in das Naturschutzgroßprojekt geflossen sein. Drei Viertel davon sind Mittel des Bundes, der Freistaat Thüringen hat sich mit rund 800.000 € beteiligt. Darüber hinaus wurden 10 % Eigenmittel über den Projektträger, den Landschaftspflegeverband „Biosphärenreservat Thüringische Rhön“ e.V. vor allem aus den Landkreisen Wartburgkreis und Schmalkalden-Meiningen beigesteuert.
TMUEN

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