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Thüringen: Moor-Projekt im Pöllwitzer Wald

Im Pöllwitzer Wald startet in diesem Jahr ein Moor-Projekt, das Klima- und Artenschutz verbindet. Auf rund 1.000 ha Fläche sollen wieder offenes Moor, Moorwälder und feuchte Waldgebiete entstehen. Für dieses Projekt arbeitet das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz zusammen mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und fördert ein ein wissenschaftliches Gutachten mit rund 88.000 €.

Moore und ihre verwandten feuchten Lebensräume bieten nicht nur hoch spezialisierten Arten ein Zuhause, sondern leisten als effektiver CO₂-Speicher einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Bis zu 10.000 t CO₂ jährlich könnten die Projektflächen im Pöllwitzer Wald binden.

Im ersten Schritt soll nun das vom Thüringer Umweltministerium finanzierte Gutachten ermitteln, welche Flächen konkret für das Wiedervernässen in Frage kommen. Das Projekt ist Teil der Pläne für eine klimaneutrale Landesverwaltung bis 2030. So sollen CO₂-Emissionen aus den Bereichen Verkehr und Gebäude kompensiert werden.

Der Pöllwitzer Wald ist mit rund 2.000 ha Fläche eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Region. Er hat eine große Bedeutung für den sanften Tourismus und die Naherholung im Thüringer Vogtland. Vordringlichste Schutz- und Entwicklungsziele sind der Umbau der nadelholzdominierten Bestände in naturnahe Laubmischwälder sowie die Renaturierung der Moor-, Bruch-, Sumpf- und Auwälder.

Red./TMUEN

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