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Thüringen: Kabinett segnet Entwurf zu neuem Jagdgesetz ab

Das thüringer Kabinett hat einen Gesetzesentwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes genehmigt.

Bereits 2014 hatten sich Linke, SPD und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag verpflichtet, das Gesetz zu überarbeiten. Streitpunkte für die Jägerschaft stellen vor allem ein generelles Verbot von Bleischrot-Munition und ein Verbot von Totschlag-Fallen dar.

Der Landesjagdverband Thüringen zeigte sich dennoch zuversichtlich, noch weiter auf das Gesetz einwirken zu können. „Im Gegensatz zur ersten Fassung ist das Gesetz bereits entschärft“, so der Geschäftsführer des LJV Thüringen Frank Herrmann gegenüber der dlv Jagd-Redaktion. Der Gesetzesentwurf müsse zuerst im Landwirtschaftsausschuss und im Umweltausschuss verhandelt werden. Der LJV werde sich in den Expertenanhörungen klar positionieren. Ein Verbot von Bleischroten lehnt der Verband rigoros ab. Die Abprallergefahr sei bei Alternativen – beispielsweise Eisen – erhöht, der zwingende Einsatz unverantwortlich.

Von der Aussage der Regierung, die Jagd solle sich mit einem neuen Gesetz an „ökologischen und wildbiologischen Grundsätzen orientieren“, hält LJV-Thüringen Geschäftsführer Herrmann nichts: „Das ist Blödsinn.“ Die Jagd habe sich grundsätzlich schon immer an ökologischen Gesichtspunkten orientiert.

Landwirtschaftsministerin Birgit Keller (Linke) stellte den Entwurf heute (20. März) vor Medienvertretern in Erfurt vor.

CL

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