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Thüringen: Gegen Windkraftnutzung im Wald

Thüringen: Gegen Windkraftnutzung im Wald

Thüringens Forstminister Reinholz sprach sich am 14. September auf der Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes für Thüringen im Erfurter „Waldhaus“ dafür aus, auch künftig auf Windkraft im Wald zu verzichten. „Die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald lehne ich weiterhin ab, da der Wald als Rückzugsraum für störungssensible seltene Tierarten sowie als Erholungsraum für die Bevölkerung frei von technischen Einrichtungen bleiben soll. In Thüringen gibt es ausreichend Flächen im Offenland, um mittels Windkraft umweltschonend Energie zu erzeugen, äußerte Reinholz in seiner Ansprache.“
Die Nutzung von Windkraft ist vor allem wegen der negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild in Deutschland nach wie vor umstritten. Im Freistaat Thüringen sind bereits jetzt mehr Windkraftanlagen in Betrieb sowie eine höhere Leistung installiert als jeweils in den beiden Flächenländern Bayern und Baden-Württemberg. Die Thüringer Landesregierung bekennt sich klar zur Nutzung und Förderung erneuerbarer Energien und damit auch der Windkraft. In Thüringen stellt jedoch die Biomasse mit Abstand das wichtigste Standbein der erneuerbaren Energien dar.
Weiteres wichtiges Thema auf der Jahresversammlung des Waldbesitzerverbandes für Thüringen war die Weiterentwicklung der forstlichen Zusammenschlüsse von Kleinprivatwaldeigentümern. Diese sollen laut Reinholz gestärkt und deren finanzielle Basis verbessert werden, damit sie wirtschaftlich arbeiten können.
Für die Naturschutzgroßprojekte am Grünen Band, die besonders auch die Interessen der Waldeigentümer berühren, sieht Reinholz gute Chancen für die Entwicklung der Kulturlandschaft. Der Umweltminister möchte diese basierend auf den Prinzipien der Freiwilligkeit und der Konsensorientierung gemeinsam mit den Waldbesitzern voranbringen.
TMLFUN

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