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Thüringen will Flächenverbrauch eindämmen

Thüringen will Flächenverbrauch eindämmen

„Wir müssen alles tun, um den Flächenverbrauch, insbesondere der land- und forstwirtschaftlichen Nutzflächen, einzudämmen“, fordert Thüringens Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz, Jürgen Reinholz. Allein durch Versiegelung gehen der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland täglich fast 100 ha verloren. Im Freistaat Thüringen waren es nach vorläufigen Statistiken im Jahr 2010 täglich 3,7 ha.

Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nahm laut Statistik zwischen 1992 und 2010 in Thüringen trotz Bevölkerungsrückgang um über 25.500 ha zu. Dies ist der Entstehung neuer Bau- und Gewerbegebiete auf der grünen Wiese, der Ausdehnung der Städte sowie dem Ausbau der Verkehrswege geschuldet. Wald- und Wasserflächen nahmen im langfristigen Trend geringfügig zu, aber die landwirtschaftlich genutzten Flächen gingen deutlich zurück. Beispielsweise verlor Thüringen zwischen 2000 und 2010 über 11.000 ha Ackerfläche, gleichzeitig reduzierte sich das Dauergrünland um 1.000 ha. 

Ziel der Bundesregierung ist es, bis 2020 nur noch 30 ha Fläche pro Tag neu zu versiegeln. Thüringen will den Flächenverbrauch auf 1 ha pro Tag im Jahr 2020 reduzieren. Um dies zu erreichen, bedarf es eines gezielten und vorausschauenden Flächenmanagements. Insbesondere der Flurbereinigung als gestaltende Grundstücksneuordnung komme dabei eine wichtige Rolle zu, so Minister Reinholz.

TMLFUN

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