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Thüringen: Borkenkäfergefahr eskaliert

Thüringen: Borkenkäfergefahr eskaliert, Mäusegefahr gebannt

Thüringens Förster schlagen Alarm: Mit aktuell 106.000 Fm Stehendbefall (300 % über Vorjahr) auf 7740 Befallsflächen (180 % über Vorjahr) zeigt sich die Entwicklung bei Thüringens gefährlichstem Forstschädling, dem Buchdrucker, erneut besorgniserregend. Der frühe und sommerlich-warme Frühling hat den Käfer schon vor Ostern erstmals ausfliegen lassen, jetzt sitzt er in den von Trockenheit gestressten Fichten und beginnt im Vorland sein Brutgeschäft. Ein Käferpaar kann innerhalb eines Jahres bis zu 80.000 Nachkommen produzieren.
Käferbefall kontrollieren und ggf. sofort sanieren

ThüringenForst empfiehlt Waldbesitzern dringend Bekämpfungsmaßnahmen zu prüfen und durchzuführen.
 
In der Nachbarregion Franken (Nordbayern) wurden Waldbesitzer durch die Bezirksregierungen in Ansbach und Würzburg zur verstärkten Bekämpfung behördlich verpflichtet. „So weit geht Thüringen noch nicht, gleichwohl empfehlen wir Waldbesitzern dringend, alles liegende Holz auf Käferbefall zu kontrollieren und ggf. sofort zu sanieren“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Auf einen kalten und nassen, borkenkäferfeindlichen Witterungsverlauf in den nächsten Wochen zu offen ist fahrlässig, so der Experte. Gebhardt verweist auf die flächendeckend tätigen 282 staatlichen Revierleiter der Landesforstanstalt, die Waldbesitzern bei Forstschutzfragen kostenfrei Beratung leisten können.
Mäuseschäden gering
Entwarnung kann dagegen bei den Waldmäusen gegeben werden: Die letzten Erhebungen zeigen die geringsten Mäuseschäden der letzten 30 Jahre.
Der milde Winter 2013/2014 hatte den wenigen Mäusen ein gutes Nahrungsangebot gesichert, Rinde von Jungbäumen musste als Notnahrung nicht in Anspruch genommen werden.
ThüringenForst

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