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Thüringen: Beteiligung für ein UNESCO-Biosphärenreservat Südharz/Kyffhäuser

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund gibt am Dienstag, den 7.11.2017 im Bürgerhaus Nordhausen (Nikolaiplatz 1, 99734 Nordhausen) den Startschuss für den moderierten Diskussionsprozess zur Einrichtung eines UNESCO-Biosphärenreservates Südharz/Kyffhäuser. Auch Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, sich einzubringen.

Für den Auftakt in Nordhausen wurden über 250 Einladungen an verschiedene Akteure der Region versendet – z.B. an Kommunen, Wirtschaft, Naturschutzverbände und Tourismus-Experten. Auch Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, sich einzubringen.
Verantwortlich für den Diskussionsprozess ist ein vierköpfiges Moderatorenteam, das bereits im Vorfeld 50 Gespräche in der Region geführt hat. Zudem nutzten vor dem Start des Moderationsverfahrens 35 Interessierte eine Exkursion in die Rhön, um ein langjährig gut arbeitendes Biosphärenreservat zu besuchen.

Biosphärenreservate sind weltweit von der UNESCO ins Leben gerufene Modellregionen, in denen eine nachhaltige Entwicklung im Zusammenspiel von Umwelt, Wirtschaft und sozialen Aspekten verwirklicht werden soll. Sie sind international im Rahmen des UNESCO-Programms „Der Mensch und die Biosphäre“ anerkannt und werden somit für schützenswert erachtet. In den weltweit über 650 Biosphärenreservaten laufen vielfältige Projekte, um dieses nachhaltige Handeln beispielhaft vorzuleben. Modellprojekte werden aus unterschiedlichen Töpfen gefördert. In Deutschland sind es 16 Biosphärenreservate. Die Gipskarstlandschaft im Südharz und am Kyffhäuser hat die landschaftlichen Voraussetzungen für ein UNESCO-Biosphärenreservat  –  wenn auch die Menschen vor Ort mitmachen wollen. Die UNESCO legt Wert darauf, dass z. B. alle Kommunen den erforderlichen Anerkennungsantrag mit unterschreiben.

MIL Thüringen

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