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In Rheinland-Pfalz sind die nationalen Naturlandschaften wertvolle Hotspots für Artenvielfalt. (Symbolbild)

Themenjahr „Natur schützt Klima – Klima schützt Natur“

Die neun Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz bedecken fast ein Drittel der gesamten Landesfläche. Dazu zählt z.B. auch der Nationalpark Hunsrück. Nun gibt die Umweltministerin Ulrike Höfken den Startschuss für ein erstes gemeinsames Themenjahr der Naturlandschaften. „Klima schützen und Artenvielfalt sichern“.

„Geheimnisvolle Wälder, die Wildkatze, Luchs und Schwarzstorch einen wertvollen Rückzugsraum bieten, raue Moorlandschaften, Streuobstwiesen und Weinhänge: Die neun Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz sind einmalige Naturschätze und bedecken rund ein Drittel unserer gesamten Landesfläche. Unsere Hotspots der Artenvielfalt schützen etwa mit ihrem Wald als CO2-Speicher das Klima – werden durch die Erderwärmung jedoch gleichzeitig bedroht. Um die Zusammenhänge zwischen Natur- und Klimaschutz herauszustellen, haben sich die sieben Naturparke, der Nationalpark Hunsrück-Hochwald und das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen erstmals zusammengeschlossen: Gemeinsam starten sie in das Themenjahr ‚Natur schützt Klima – Klima schützt Natur‘, um mit ihren vielfältigen Veranstaltungen im ganzen Land über ihre Arbeit für Naturschutz und Klimaschutz zu informieren“, sagte Umweltministerin Ulrike anlässlich des offiziellen Starts des gemeinsamen Vorhabens Mitte August.

Naturschutz ohne Klimaschutz nicht möglich

Aktuell liegt der weltweite Biodiversitätsverlust laut Weltbiodiversitätsrat zehn- bis 100-fach höher als der durchschnittliche Verlust in den letzten zehn Millionen Jahren – Tendenz steigend. Eine Ursache dafür ist auch der Klimawandel. Die „Roten Listen“ für Rheinland-Pfalz unterstreichen: Der Klimawandel verschärft den Verlust von heimischen Tier- und Pflanzenarten. So sind rund 65 % der Schmetterlinge bedroht, darunter auch Allerweltsarten wie Zitronenfalter oder Admiral. Der Grasfrosch und die Gelbbauchunke sind um 90 % zurückgegangen. Der Verlust der biologischen Vielfalt führe zu einer verringerten Anpassungsfähigkeit der Natur, so Höfken und erklärte: „Naturschutz ist ohne Klimaschutz nicht möglich – und umgekehrt. Nur wenn wir das Klima schützen, sichern wir langfristig unsere Artenvielfalt.“

Einzigartigkeit jedes Schutzgebietes steht im Mittelpunkt

In den Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz können Besucherinnen und Besucher live und lokal erleben, wie die Natur das Klima schützt und das Klima die Natur. Die Landeszentrale für Umweltaufklärung Rheinland-Pfalz koordiniert das aktuelle Themenjahr. Klimadinner, Trekkingcamps, Ausstellungen zum Insektensterben: Unter Beachtung der aktuellen Corona-Hygienevorschriften bieten die Schutzgebiete eine Vielzahl regionaler Angebote „direkt vor der Haustür“. „Die Einzigartigkeit jeder Nationalen Naturlandschaften wird in vielen Naturerlebnis- und Erholungsangeboten erlebbar. Sie schützen Klima, Umwelt und Landschaft. Sie zeigen als Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung, wie ein zukunftsfähiges Zusammenspiel von Mensch und Natur aussehen kann. Schutz der Arten- und Biotopvielfalt und zugleich umweltgerechte Wirtschaftsweisen stehen hier im Mittelpunkt zum Nutzen für Mensch und Natur“, so Gudrun Rau, Geschäftsführerin des Naturparkes Saar-Hunsrück, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Naturparke in Rheinland-Pfalz und Vizepräsidentin des Verbandes deutscher Naturparke.

Vielfältige Klimaschutzprojekte werden unterstützt

Die neun Schutzgebiete haben die gesetzliche Aufgabe, als Vorreiter-Regionen eine nachhaltige regionale Entwicklung voranzubringen und so eine umwelt- und klimagerechte Landnutzung zu entwickeln. „Um unsere Naturschätze zu sichern, unterstützen wir vielfältige Klimaschutzprojekte, etwa die Renaturierung von Quell- und Hangmooren als CO2-Senke im Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dazu erhalten die Naturpar-ke und das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen rund 2,1 Mio.€ Landesmittel. Damit können sie die wichtige Arbeit für den Erhalt unserer Lebensgrundlage sichern“, sagte die Ministerin und kündigte an: „Die neun Nationalen Naturlandschaften werden ihre Zusammenarbeit durch gemeinsame Themenjahre auch in Zukunft weiterführen.“

 

Hintergrund:

Die neun Nationalen Naturlandschaften in Rheinland-Pfalz bedecken 32% der Landesfläche. Zu ihnen zählen verschiedene Schutzgebiete. Im Einzelnen:

  • der Nationalpark Hunsrück-Hochwald
  • das UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen und
  • die sieben Naturparke Nordeifel, Südeifel, Saar-Hunsrück, Nassau, Soonwald-Nahe und Rhein-Westerwald sowie der Natur- und UNESCO-Geopark Vulkaneifel.

Mehr zum Themenjahr unter: www.nationale-naturlandschaften-rlp.de

 

Quelle: MUEEF

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