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Outdoor-Handy CAT S41 im forstpraxis-Test: Powerbank

Erinnern Sie sich auch manchmal noch etwas wehmütig an das gute alte Nokia 6310i? Bei diesem legendären Dauerläufer-Handy reichte eine Akkuladung locker für die ganze Woche. Mit dem Aufkommen der Smartphones und deren stromhungriger Displays wurde die panische Suche nach einer Steckdose oder dem Ladekabel zum täglichen Ritual. Wenn ihnen das lästig ist, sollten Sie sich das große Outdoor-Smartphone CAT S 41 anschauen. Dieses Gerät besitzt einen gewaltigen 5 000-mA-Stromspeicher, mit dem tatsächlich wieder solche Laufzeiten möglich sind, vorausgesetzt, man benutzt das Gerät nicht zum exzessiven Surfen während der Arbeitszeit.

Als besonderen Gimmick hat CAT eine Battery-Share-Funktion eingebaut, mit der man anderen USB-Geräten Strom spenden kann wie mit einer Powerbank. Damit dabei nicht die eigenen Reserven aufgebraucht werden, schaltet die zugehörige App den Ladevorgang bei 20 % Restkapazität ab. Die Idee ist nett, allerdings muss dafür ein spezielles Kabel verwendet werden. Ob das im Bedarfsfall immer zur Hand ist?

Mit seinem 5“-Display kommt das Gerät auf ein Gesamtgewicht von 215 g. Die griffige Gummierung des Gehäuses machen es fast 13 mm dick. Das ist schon ein großer Brocken. Andererseits erübrigt sich so die zusätzliche Schutzhülle und auch eine stabile Schutzfolie für das Gorilla-Glas liefert der Hersteller freundlicherweise gleich mit.

Bei der Fotovermessung, wie oben gezeigt, ist der große Bildschirm natürlich von Vorteil. Auch dass dieser für den Einsatz bei hellem Sonnenlicht extra stark beleuchtet ist, zahlt sich aus. Die Hauptkamera löst bis 13 Megapixel auf. Das ist absolut auf der Höhe der Zeit und genügt für jegliche Dokumentationszwecke. Auch eine Selfie-Cam mit 8 MP ist für den eitlen Forstwirt mit an Bord.

Wie es sich für ein echtes Cat-Outdoorphone gehört, entspricht auch das S 41 der Schutzklasse IP 68. Es übersteht Stürze aus 1,8 m Höhe, gilt als staubdicht und darf bis zu 1,5 m untertauchen, vorausgesetzt, alle Gummiabdeckungen sind ordnungsgemäß verschlossen. Der häufig genutzte Stöpsel für die Ladebuchse zeigt auch nach mehreren Monaten keinerlei Ermüdungserscheinungen. Eine kabellose Lademöglichkeit per Induktion gibt es leider nicht. Die Bedienung des Touchscreens bei Regen klappt sehr gut; es gibt sogar noch einen extra Handschuh-Modus, der die Empfindlichkeit bei der Eingabe erhöht. Das funktioniert allerdings nur mit relativ dünnen Handschuhen. In diesem Zusammenhang ist es sehr angenehm, dass es beim CAT S 41 vorne noch drei echte Tasten gibt und nicht nur virtuelle Buttons. An der Seite finden sich neben den Lautstärkeknöpfen und dem Hauptschalter auch noch eine frei belegbare Funktionstaste. Mit der lässt sich z. B. eine wichtige (Notruf-)App direkt aufrufen oder die Taschenlampe einschalten.

Fast hätten wir es vergessen: Telefonieren kann das Catphone auch – und sogar ziemlich gut. Im direkten Vergleich zu unserem vorherigen Test-Handy hatten wir an vielen Stellen noch Empfang, wo das andere Gerät bereits ausgestiegen war. Für laute Umgebungen gibt es eine automatische Booster-Funktion. Da klingt der Gesprächspartner zwar etwas blechern, aber trotzdem gut verständlich.

Heinrich Höllerl

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