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TESLA-Debatte: NABU-Vorsitzender mit Falschbehauptungen!

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Brandenburg hat sich angesichts jüngster Falschbehauptungen und Unterstellungen durch den Landesvorsitzenden des NABU entsetzt gezeigt.

„Ich hätte es noch Anfang der Woche nicht für möglich gehalten, dass sich ein ehemaliger Staatsbediensteter dermaßen öffentlich vergisst“, so der Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Landesverband Brandenburg, Gregor Beyer. Die der SDW nur über Umwege zugegangene NABU-Pressemitteilung vom 29.1.2020 sei ein Tiefpunkt in der umweltpolitischen Debatte des Landes. Zudem stelle sich die Frage, was den Vertreter eines der größten Grundbesitzer in Brandenburg (= NABU) dazu bringe, derart diskreditierend über Initiativen herzuziehen, die in landespolitischer Verantwortung klimaschützende Lösungen für eine zukunftsträchtige Industieransiedlung und den Schutz unserer Kulturlandschaft vorschlagen.

Die SDW stellt daher klar:

Die NABU-eigenen Vorschläge für die Eingriffskompensation sind augenscheinlich nicht ansatzweise konkurrenzfähig, weil Stückwerk, im ganzen Land verteilt und weder vergleichsweise kompakt noch so eingriffsnah, wie das in Rede stehende Konzept. Demgegenüber bietet das von der SDW befürwortete Grundeigentümerbündnis „Wald für Wald pro TESLA“ ein unter Klimaschutzaspekten wirksames und in diesem Umfang beispielloses Aufforstungsprojekt. Es kann nicht nur arme Kiefernmonokulturen durch artenreichen Mischwald ersetzen, sondern im Ergebnis mehr als dreimal so viel neuer standortangepasster und klimastabiler Wald bei intensiver und ausdrücklich gewünschter forstfachlicher Begleitung durch die wissenschaftlichen Einrichtungen in Eberswalde geschaffen werden.

„Die SDW als Naturschutzverband wäre doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie ein solches Vorhaben nicht mit allem Nachdruck unterstützt. Mir ist völlig unbegreiflich, wie sich der NABU, zumindest aber sein Landesvorsitzender, gegen ein solches musterhaftes Waldaufforstungsprojekt stemmen kann. Anderswo kämpft der NABU um jeden einzelnen Baum. Hier versucht er, einen ganzen Wald zu verhindern, der so eingriffsnah und klimastabil wie möglich entstehen soll. Und das in Zeiten, wo wir uns um unsere Wälder solche Sorgen machen. Ich finde das für einen Verband, der das Wort Naturschutz im Namen führt, nicht nur fachlich neben der Spur, sondern schlicht unwürdig“, so Gregor Beyer.

Eines Naturschutzverbandes unwürdig!

Offenbar ließen die TESLA-Pläne beim NABU die Dollarzeichen in den Augen leuchten. Da könne es dann schon einmal vorkommen, dass man es mit den Fakten nicht mehr so genau nehme, von „Erpressungsversuchen“ schwafele und z.B. die Mitgliedschaft von Naturschutzverbänden im Forum Natur „vergesse“. Anstatt sinnvolle Naturschutzprojekte Dritter zu verunglimpfen, solle der NABU der Öffentlichkeit eher seine Doppelzüngigkeit erläutern. Vor Ort betreibe er eine Verhinderungsstrategie seines Kreisverbandes, der öffentlich zur Unterstützung aller Initiativen gegen die Giga-Factory aufruft, während der Landesverband so tut, als „prüfe“ er das Projekt unvoreingenommen und ernsthaft. Gleichzeitig lässt sich die NABU-Geschäftsführerin im Tagesspiegel Anfang Januar zitieren, dass der Kieferwald, für den anderswo ein Ersatzwald aufgeforstet werden soll, kein gravierendes Problem sei. Die ökologischen Auswirkungen seien überschaubar.

Wald muss Wald bleiben oder wieder Wald werden!

Gregor Beyer zeigt sich überzeugt: „Der NABU wäre doch wohl ohne Zweifel der Erste, der selbst von Klagerechten Gebrauch machen würde, wenn sich auch nur der geringste aufspießbare Mangel bei dem Projekt zeigt, sofern der geforderte Ausgleich für den Eingriff in Natur und Landschaft nicht auf NABU-eigenen Spielwiesen stattfindet. Von Erpressungsversuchen, wie Herr Schmitz-Jersch, würde ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen wollen, wohl aber von Heuchelei“, so Gregor Beyer abschließend.

Zusammenfassend bleibe es für die SDW dabei: Es geht um die Rodung von Wald, der kompensierbar ist. Dafür gilt: Wald muss Wald bleiben oder wieder Wald werden!

Zum Herunterladen (PDF 74 KB): NABU-Pressedienst Brandenburg 29.01.2020

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

SDW Brandenburg/Red.

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