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Taubertäler Wertholz-Submission 2015

Taubertäler Wertholz-Submission 2015

Bei der traditionellen Taubertäler Wertholz-Submission wurden auf den Lagerplätzen Nassig (Stadt Wertheim), Roggenberg (Stadt Mergentheim), Bergwald (Gemeinde Wittighausen) und Nonnenwald (Stadt Schrozberg) insgesamt 2.301 Fm Wertholz angeboten. Die angebotenen Stämme kommen aus allen Waldbesitzarten. Strukturbedingt stammt das größte Angebot aus den Gemeindewäldern. 76 % entfielen auf Eiche (1.737 Fm) und 15 % auf Buntlaubholz (343 Fm). Nach den sehr guten Erfolgen in den Vorjahren wurden zentral auf dem Roggenberg wieder Nadelwerthölzer (153 Fm Douglasie, 64 Fm Lärche und fünf Fm Kiefer) offeriert, die 10 % des Gesamtangebots ausmachten.
Die Gesamterlöse des Termins summieren sich auf 758.000 € über alle Baumarten. „Das Gesamtergebnis des Wertholztermins 2015 war für die Waldbesitzer wiederum sehr zufriedenstellend. Das ohnehin schon hohe Niveau der Vorjahre konnte nochmals übertroffen werden“, fasst Jürgen Weihmann, Leiter des Forstamtes beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis, zusammen. Teuerster Stamm war eine Furnier-Eiche aus dem Privatwald Wertheim mit 1.159 €/Fm, die von einem unterfränkischen Furnierwerk ersteigert wurde.
Der Durchschnittserlös der Eichen stieg von 344 €/Fm im Vorjahr auf 381 €/Fm bei gut vergleichbarer Güten- und Stärkenklassenverteilung. Vollfurniere (58 Fm) lagen mit 855 €/Fm deutlich unter Vorjahresniveau (978 €/Fm); Teilfurniere (666 Fm) mit 527 €/Fm leicht über Vorjahresniveau (521 €/Fm). Reine B-Lose (336 Fm) lagen mit einem Erlös von 320 €/Fm deutlich über den 2014 erzielten Preisen (293 €/Fm). B/C-Mischlose (339 Fm) notierten mit 252 €/Fm ebenfalls deutlich über dem Vorjahr (214 €/Fm). Sogar reine C-Lose (287 Fm) erreichten in diesem Jahr im Durchschnitt 175 €/Fm und damit 25 €/Fm mehr als im Vorjahr. Alle Eichenstämme wurden beboten, zwei Lose wurden wegen eines zu geringen Gebotes jedoch nicht zugeschlagen.
Bei den angebotenen Buntlaubhölzern bestätigte sich abermals der Trend der Vorjahre hin zum sehr qualitätsbewussten Bieten. Für geringe Ahorne und Kirschen wurden nur zweistellige oder niedrige dreistellige Preise geboten oder sie blieben ganz ohne Gebot (28 Fm). Ausschließlich furniertaugliche Ahorne und Kirschen erreichten akzeptable Preise. Die angebotenen Roteichen (34 Fm) brachten es auf einen Preis von stattlichen 182 €/Fm. Wegen der geringen Mengen haben Preisvergleiche beim übrigen Buntlaubholz keinen Sinn. Auch die angebotenen Eschen (226 Fm) gaben bei Durchschnittserlösen mit 145 €/Fm gegenüber dem Vorjahr (163 €/Fm) deutlich nach, insbesondere C-Qualitäten brachen deutlich ein (87 €/Fm).
Die mitsubmittierten ausgewählten Douglasien-Werthölzer (153 Fm) schnitten wohl auch wegen geringerer Qualitäten mit 205 €/Fm unter Vorjahresniveau (216 €/Fm) ab. Im Gegensatz dazu konnten sich die Lärchen (64 Fm) von 215 €/Fm im Vorjahr auf jetzt 260 €/Fm verbessern.
Die weit überregionale Bedeutung der Taubertäler Submission wird von der hohen Zahl der erfolgreichen Bieter (50) unterstrichen, davon 44 aus der Bundesrepublik, vier aus Frankreich und je einer aus Österreich und Polen. Der Käuferkreis entsprach dem der Vorjahre mit 4 Furnierwerken, 20 Sägewerken, 13 Händlern und 13 Handwerkern. Die vier französischen Kunden kauften ausschließlich für die Fassdaubenproduktion (Barriquefässer). Eichen-Fassholz im Wert von fast 100.000 € ersteigerte ein Fassfabrikant aus Süddeutschland.
Landratsamt Main-Tauber-Kreis

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