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„Task Force Borkenkäfer“ in NRW

Die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Ursula Heinen-Esser, richtet aufgrund der je nach Witterungsverlauf im kommenden Jahr zu erwartenden Schäden an Fichten durch Borkenkäfer eine „Task Force Borkenkäfer“ ein.

Auf Initiative von Ministerin Heinen-Esser tagt am 7. November erstmalig die neu eingerichtete „Task Force Borkenkäfer“. In der Task Force sind neben den Fachleuten für Waldgesundheit auch die Waldbesitzenden und die Sägeindustrie vertreten. Kernaufgabe der neu eingerichteten Task Force werde die Koordination der Maßnahmen zur Bekämpfung der Fichtenborkenkäfer sein, so die Ministerin. Weitere Bekämpfungsmaßnahmen wie das Entfernen befallener Fichten aus den Beständen sind jetzt im Winter dringend geboten, um größere Schäden im Jahr 2019 zu vermeiden.

Heinen-Esser: „Wir nehmen die Sorgen der Branche sehr ernst. Nach Sturmschäden und Sommertrockenheit geht es dem Wald nicht gut. Dabei trifft es vor allem die von Natur aus eher an kühles Klima und gute Wasserversorgung angepassten Fichten. Und nun kommt der Käfer noch dazu. Wir müssen vermeiden, dass große Mengen der beiden Fichten-Borkenkäferarten erfolgreich in den befallenen Bäumen überwintern und im kommenden Jahr die nächste Generation aufbauen.“

Gesamte Schadensausmaß erst 2019 bilanzierbar

Nach der langen Trockenheit ist jetzt die Wetterentwicklung im Winter entscheidend. Wird der Winter mild und feucht, wird es 2019 weniger Borkenkäfer geben. Denn dann werden viele Überwinterungsstadien der Käfer von Pilzen abgetötet. Wird der Winter aber kalt und trocken, bleibt dieser Effekt aus und die Borkenkäfer überwintern erfolgreich. Dann kann es 2019 zu einer weiteren Massenvermehrung mit entsprechend hohen wirtschaftlichen Schäden in den großflächigen Fichtenbeständen Nordrhein-Westfalens kommen.

An vielen Stellen Nordrhein-Westfalens wurden bereits Sofortmaßnahmen eingeleitet und durchgeführt, dazu gehören:

  • der Einschlag von befallenen Bäumen, damit die Auswirkungen auf die Nachbarbestände und auf das kommende Jahr begrenzt werden können;
  • die Verbringung und Lagerung des Käferholzes außerhalb von Fichtenbeständen;
  • die Entrindung der gefällten Stämme im Wald;
  • die ausnahmsweise Behandlung gefällter Bäume mit Insektiziden, damit die Borkenkäferlarven nicht ausreifen können;
  • die Unterstützung beim Holzverkauf, um das befallene Holz rasch aus dem Wald zu schaffen (aufgrund des Überangebots ist jedoch mit fallenden Holzpreisen zu rechnen);
  • mehr forstliches Personal in den Schadensregionen.

Darüber hinaus setzt sich das nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium beim Bund dafür ein:

  • die Steuersätze für die Einnahmen aus dem Verkauf des Borkenkäfer-Holzes zu reduzieren und die Rücklagenbildung zu erleichtern;
  • vorübergehend das Transportgewicht für Lastkraftwagen zu erhöhen und das Fahren auch an Sonn- und Feiertagen bundesweit zu ermöglichen;
  • die forstlichen Fördermaßnahmen für Wiederaufforstung und Borkenkäferbekämpfung zu verstärken;
  • die Wegebauunterhaltung durch Co-Finanzierung zu unterstützen.

Weitere Informationen beim Landesbetrieb Wald und Holz: www.wald-und-holz.nrw.de

Red./Quelle: MULNV NRW

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