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dass ihre Holzprodukte aus legaler Waldnutzung stammen

Ein Tag für den Wald ist zu wenig

Für den Bundesverband Deutsche Säge- und Holzindustrie (DSH) nimmt Hauptgeschäftsführer Lars Schmidt zum „Internationalen Tag des Waldes“ Stellung:
Es ist gut, dass der Wald auch in diesem Jahr wieder am 21. März im Fokus der Öffentlichkeit steht. Zu beachten ist aber auch, dass die gesteckten Ziele des Internationalen Tag des Waldes nicht nur an einem bestimmten Tag im Jahr in den Mittelpunkt gerückt werden. Unser Ziel muss es sein, dass wir das Bewusstsein um den Erhalt einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung in der Bevölkerung kontinuierlich stärken und uns dies jeden Tag vor Augen führen.
Ein einzelner Tag genügt der Aufklärung nicht.
Wir müssen aufklären und aufzeigen, wie groß die Potentiale des Rohstoffs Holz sind, und dass der Wald als größtes Solardach der Welt einen hohen Stellenwert einnimmt. Der Wald ist nicht nur Erholungsraum. Er ist ein bedeutender wirtschaftlicher und zunehmend auch ein ökologischer Faktor. Da die Interessen von Forst- und Holzwirtschaft, Naturschutz, Jagd und Tourismus immer wieder zu Grenzkonflikten führen werden, müssen wir den Schutz und die Nutzung unserer Wälder immer wieder neu gegeneinander abwägen. Das ist eine politische Aufgabe, die eine informierte und engagierte Öffentlichkeit braucht.
Nutzung des Waldes trägt zum Klimaschutz bei dafür möchten wir Verständnis schaffen.
Wie bei einem Solardach, nutzen die Bäume des Waldes die Energie der Sonne und wandeln das in der Luft enthaltene Kohlendioxid (CO2) in Sauerstoff und Kohlenstoff um. Der Kohlenstoff bleibt in Holzprodukten über Jahre gebunden. Im übertragenen Sinne ist der Wald damit eine kostenlose, natürliche und damit umweltfreundliche Solarfabrik, die zur Senkung der CO2-Belastungen beiträgt. Dass die Nutzung des Waldes aktiver Klimaschutz ist dafür möchten wir Verständnis schaffen.
Für Holz sprechen die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und die ökologischen Vorteile insbesondere gegenüber anderen energieintensiveren Baumaterialien. Holzprodukte haben in Deutschland im Jahr 2011 nachweislich rund 105 Mio. t CO2 vermieden. Ein großer Teil dieser Mengen kommen neben der Speicherwirkung durch die Holznutzung durch den „Substitutionseffekt“ zustande, weil Holz oftmals Materialien und Stoffe wie Metalle, Zement oder Stahl ersetzt, die wesentlich mehr Energie bei ihrer Herstellung verbrauchen, aber gleichzeitig auch kein CO2 binden – für das Klima und die Umwelt also negativ wirken.“
Wir brauchen ein Gleichgewicht von Nadel- und Laubholz.
Beachten müssen wir auch, dass ein natürliches Gleichgewicht von Laub- und Nadelhölzern beibehalten wird. Nadelhölzer, wie zum Beispiel die Fichte, sind in Deutschland, insbesondere im Baubereich, unverzichtbar. Weil die Fichte schnell wächst, wird sie oft auch außerhalb ihrer natürlichen Standorte angebaut. Mit Blick auf die gesellschaftlichen Bedürfnisse müssen wir dieses Gleichgewicht erhalten.
Die Aufklärung darf an der deutschen Grenze nicht halt machen.
 
Da der Wald aber in allen Regionen dieser Erde existiert, ist es wichtig, nicht nur auf nationaler Ebene für diesen wertvollen Rohstoff zu sensibilisieren. Länderübergreifend müssen wir die Erkenntnis stärken, dass eine naturnahe Waldbewirtschaftung und die nachhaltige Produktion von Holzprodukten einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leisten werden. Die Verbraucher müssen sicher sein können, dass ihre Holzprodukte aus legaler Waldnutzung stammen. Mit der Umsetzung der EU-Holzhandelsverordnung am 3. März 2013 ein Gesetz, das illegales Schlagen von Holz mit härteren Strafen belegt ist hier bereits ein großer Schritt getan.
 
DSH
dass ihre Holzprodukte aus legaler Waldnutzung stammen Die Verbraucher müssen sicher sein können

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