ABO
Tag des Waldes: Waldbesitzer in Mecklenburg-Vorpommern im Fokus

Tag des Waldes: Waldbesitzer in Mecklenburg-Vorpommern im Fokus

Um die Klimaschutzziele zu erreichen und die vielfältigen Leistungen des Waldes zu erbringen, leisten etwa 45.000 Waldbesitzer im Land Mecklenburg-Vorpommern einen entscheidenden Beitrag.

Der 21. März ist der „Tag des Waldes“. Er soll die vielseitige Bedeutung von Wäldern unterstreichen. Wälder sind lebenswichtige Ökosysteme, die maßgeblich den Wasserhaushalt, den Kohlenstoffkreislauf und damit das Klima beeinflussen. Wälder sind aber auch für die Menschen Lebensraum, Arbeitsraum, Erholungs- und Bildungsraum. Und sie liefern wertvolle, nachwachsende Rohstoffe.
„Wälder und Energie“
In diesem Jahr steht das Thema „Wälder und Energie“ im Mittelpunkt. Insbesondere angesichts der erheblichen klimatischen Veränderungen spielen Wälder eine zentrale Rolle in der Minderung der negativen Folgen des Klimawandels. So werden sowohl im Holz auch in den Waldböden wesentliche Mengen an Kohlenstoffdioxid gebunden. Gleichzeitig trägt die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs Holz dazu bei, endliche Rohstoffe wie Kohle oder Erdgas zu substituieren.
„Um die Klimaschutzziele zu erreichen und die vielfältigen Leistungen des Waldes zu erbringen, leisten unsere rund 45.000 Waldbesitzer im Land Mecklenburg-Vorpommern einen entscheidenden Beitrag“, merkt Forstminister Dr. Till Backhaus an. „Sie schützen das sensible Ökosystem Wald, sichern seine Multifunktionalität und tragen maßgeblich zur Wertschöpfung im ländlichen Raum bei“, sagt er weiter.
Rund 40 % des Waldes in Mecklenburg-Vorpommern gehört privaten Waldbesitzern. 41 % sind Landeswald, die anderen Wälder gehören vor allem den Kommunen (10 %) und dem Bund (9 %). Dreiviertel der Waldbesitzer besitzen jeweils weniger als 2 ha Wald.
Die Landesforstanstalt mit ihren 29 Forstämtern ist in Mecklenburg-Vorpommern wichtiger Ansprechpartner für Waldbesitzer und am Wald interessierte Bürgerinnen und Bürger. Sie bewirtschaftet nicht nur selbst rund 190.000 ha, sondern ist als Untere Forstbehörde für die forstbehördliche Überwachung des Gesamtwaldes und für die Beratung der Waldbesitzer des Privat- und Körperschaftswaldes zuständig. Auch die Führung der Waldschutzmeldestelle oder die Durchführung des Forstlichen Versuchswesens zählen zu den zahlreichen weiteren Aufgaben.
Das Erreichte ist nicht selbstverständlich
„Unserem Wald geht es im Wesentlichen gut, wie der kürzlich vorgestellte Waldzustandsbericht 2016 für Mecklenburg-Vorpommern zeigt“, betont Minister Dr. Backhaus. „Der heutige Tag des Waldes ist dennoch ein guter Anlass, um darauf hinzuweisen, dass das Erreichte nicht selbstverständlich ist. Nur ein gemeinsames Engagement aller Akteure und wissensbasiertes Handeln können dazu beitragen, unseren Wald auch für künftige Generationen zu erhalten.“
Im Auftrag der obersten Forstbehörde wurde in den vergangenen Monaten eine wissenschaftliche Befragung bei über 1.000 Waldbesitzern durchgeführt. Dabei ist unter anderem herausgekommen, dass 50 % der Waldbesitzer nicht bekannt war, dass die Forstbehörden kostenfreie Beratungen zu unterschiedlichen Themen anbieten. Darin können sich Waldbesitzer darüber informieren, wie sie beispielsweise eine bestimmte Bewirtschaftungsmaßnahme durchführen oder wie sie an Fördermittel kommen. Auch Rechtsfragen spielen eine Rolle.
Aufgrund der hohen Sozialbindung des Waldeigentums, denn jedermann kann den Wald – unabhängig vom Eigentum – zur Erholung frei betreten und Pilze und Beeren suchen, ist die Möglichkeit einer umfassenden behördlichen Information gesetzlich geregelt ist.
96 % der Waldbesitzer, die das Angebot der Forstbehörden bisher genutzt haben, waren mit der Beratung zufrieden. Nahezu ebenso so viele (90 %) zeigten sie sich mit der Arbeit forstlicher Dienstleistungsunternehmen zufrieden. Sie bieten qualifiziertes Personal, moderne Maschinentechnik sowie bestands- und bodenschonende Verfahren.
LU Mecklenburg-Vorpommern

Auch interessant

von