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Tag des Waldes 2016: Laubwälder garantieren das beste Trinkwasser

Seit Jahrzehnten kommt es durch zu hohe Stickstoffeinträge zu großräumigen Belastungen des Grundwassers. Diese beinträchtigen die Gewässer und die Trinkwasserqualität, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Unter Ackerflächen sind die Hälfte aller Messstellen mit mehr als 25 mg Nitrat pro Liter belastet, unter Wäldern nur 13 % der Proben.
Dr. Wolfgang von Geldern, Präsident der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), erläutert zum Tag des Waldes am 21. März: „Wälder sind der Garant für gesundes Grundwasser. Die intensive Landwirtschaft und die zunehmende Flächenversiegelung verringern die natürliche Neubildung von qualitativ gutem Trinkwasser. Deshalb fordert die SDW zum Tag des Waldes die weitere Schaffung gesunder und stabiler Mischwälder. Stärkere gesetzliche Vorgaben in der Luftreinhaltung und eine weitere Extensivierung der Landwirtschaft sind notwendig, um qualitativ gutes Trinkwasser auch in der Zukunft zur Verfügung zu haben.“
Aktuelle Untersuchungen bestätigen, dass unter Mischwäldern mit hohem Laubwaldanteil das qualitativ meiste und beste Trinkwasser gewonnen wird. Die Wälder reinigen und filtern die Niederschläge. Der Waldboden nimmt die Niederschläge wie ein Schwamm auf (ist so gleichzeitig ein guter Hochwasserschutz) und gibt sie langsam an die unteren Schichten wieder ab.
In Deutschland ist das Ökosystem Wald der größte Süßwasserspeicher, denn 70 % des Trinkwassers stammen aus Wäldern. Nicht ohne Grund sind etwa ein Drittel der deutschen Wälder als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen.
SDW

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