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Überblick über die Schäden in den sächsischen Wäldern nach dem Sturmtief „Friederike“ in den Wäldern des Freistaates Sachsen im Januar 2018.

Tag des Baumes: Wie steht es um den sächsischen Wald?

Jährlich am 25. April wird der internationale Tag des Baumes begangen, der die Bedeutung des Waldes für den Menschen, die Ökologie und die Wirtschaft im Bewusstsein halten soll. Das Statistische Landesamt des Freistaates Sachsen diesen Tag zum Anlass, um über den Schadholzanfall im Jahr 2017 im sächsischen Wald zu informieren.

Im Rahmen der jährlichen Erhebung in forstwirtschaftlichen Erzeugerbetrieben wurde für 2017 eine Schadholzmenge von 149.400 m³, das sind rund 10 % der genutzten Gesamtholzmenge, erfasst. Damit lag der durch Schäden verursachte Holzeinschlag in Sachsen etwa auf dem Niveau des Durchschnitts der letzten zehn Jahre (160.900 m³). Gegenüber dem Vorjahreswert (109.800 m³) erhöhte sich die Menge jedoch um mehr als ein Drittel. Deutliche Unterschiede zeigten sich hierbei zwischen den einzelnen Holzarten. Der überwiegende Teil der Schadholzmenge (96 %) entfiel auf Nadelbäume, die gut zwei Drittel der sächsischen Waldfläche einnehmen.

Ursachen für den Schadholzanfall

Hauptursache für den Schadholzanfall im Jahr 2017 waren Schäden durch Wind und Sturm (75 %). Schäden durch Insektenbefall hatten einen Anteil von 19 % und „Sonstige herkömmliche Ursachen“ (Brandholz-, Pilz-, Trocknisanfall) waren mit 4 % beteiligt.

„Neuartige Waldschäden“ wie Verlichtung der Baumkronen durch Nadel- sowie Blattverluste, Vergilbung von Nadeln und Blättern sowie Schnee und Duft“ (selten vorkommende auf Bäumen niedergeschlagene Feuchtigkeit in Windrichtung) machten zusammen lediglich einen Anteil von 2 % am gesamten Schadholzeinschlag im Jahr 2017 aus.

Wald in Sachsen

Sachsen zählt mit einem Waldflächenanteil von gut 28 % zu den waldärmeren Bundesländern. Nach der Waldzustandserhebung 2017 waren 43 % der untersuchten Bäume ohne erkennbare Beeinflussung des Kronenzustandes (Schadstufe 0), während 16 % deutliche Stress-Symptome (Schadstufen 2 bis 4) zeigten. Eine schwache Beeinflussung des Kronenzustandes (Schadstufe 1) wurde bei 41 % der Bäume festgestellt (Quelle: Waldzustandsbericht des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, 2017).

Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

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