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Tag der Nachhaltigkeit am 4. Juni: Wer hat`s erfunden: wir!

Tag der Nachhaltigkeit am 4. Juni: Wer hat`s erfunden: wir!

„Die deutsche Forstwirtschaft kann 300 Jahre nach Carlowitz auf eine einzigartige Erfolgsgeschichte hinweisen: bei uns wird Nachhaltigkeit tatsächlich seit Generationen gelebt.“ So Philipp zu Guttenberg, Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer anlässlich des Tages der Nachhaltigkeit am 4. Juni 2013.
Die nachhaltige Forstwirtschaft nutze die Stärke der Multifunktionalität und stelle den Wert des Waldes für Mensch, Natur und Klima dar. Philipp zu Guttenberg: „Unsere Branche ist wohl weltweit die einzige, die ihre Produktionsgrundlage nicht verbraucht. Wald kennt keinen Abfall, keinen Konsum.“ Gleichzeitig müsse aber auch festgestellt werden, dass ein gesellschaftlicher Wandel zur Nachhaltigkeit nicht einmal im Ansatz zu erkennen sei und der Begriff der Nachhaltigkeit durch interessensgeleiteten Aktionismus zum Unwort verkomme.
 
Nachhaltigkeit sei aber synonym mit Verantwortung, mit gelebtem Generationenvertrag. Philipp zu Guttenberg: „Um dieses wirklich leben zu können, bedarf es eines drastischen Umdenkens in der Politik, der Wirtschaft und auch im Naturschutz. Wachstums-Ideologien oder statische Schutzfantasien haben hier keinen Platz. Wenn es darum geht unseren Planeten und seine einmalige Natur in all ihrer Vielfalt zu bewahren, das Klima zu schützen und die Energiewende zu meistern, müssen wir die Menschen vor Ort einbinden. Sie sind der Schlüssel für die Umsetzung nachhaltiger Programme zum Schutz der Natur und zum Wohle der nächsten Generation.“

Gesellschaftliche Nachhaltigkeit sei allerdings nur unter folgenden Prämissen erreichbar: Mäßigung und Verzicht im Alltagsleben und im Hinblick auf unsere globale Rohstoffverfügbarkeit. Des Weiteren bräuchten wir endlich eine Kostenfolgenabschätzung für alle gesellschaftlichen Bereiche und die Internalisierung externer Umweltkosten.

Die Vorsorge für die nächste Generation, könne auch nur mit stabilen staatlichen Rahmenbedingungen sichergestellt sein: die Steuerpläne der Rot-Grünen Parteien würden es durch ihre konfiskatorische Wirkung nicht erlauben, dass unsere Kinder von unserer Arbeit profitieren oder diese fortführen können. Gerade in der Forstwirtschaft mit niedrigen Erträgen und generationenübergreifenden Produktionszeiträumen würde damit die Nachhaltigkeit zu Grabe getragen werden. „Wir Waldeigentümer als Wegbereiter der Nachhaltigkeit und als Stütze des ländlichen Raumes fordern einen festen Platz im politischen Diskurs über unsere Zukunft! Nach 300 Jahren Erfolgsgeschichte darf nicht zugelassen werden, dass unser Leitbild und globales Erfolgsmodell zu einer bloßen Worthülle, zu einem Unwort verkommt“

AGDW – Die Waldeigentümer

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