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Fehlender Frost und viel Regen behindern Holzrückung im Wald

ThüringenForst schränkt Holzerntemaßnahmen ein

Fehlender Frost und viel Regen behindern Holzrückung im Wald

Fehlende Frosttage und starke Niederschläge machen den Waldbesitzern im Freistaat Thüringen bei der Holzernte zu schaffen. Die seit Wochen milden Witterungsbedingungen verhindern gefrorene Waldböden. In Folge drohen Forstmaschinen, speziell die schweren Holzrückemaschinen, einzusinken. Die Holzernte muss eingeschränkt, teilweise auch abgebrochen werden. An den Forstwegen entstehen zudem aufgrund des fehlenden Bodenfrostes Schäden, welche erst bei trockener Witterung wieder beseitigt werden können.

Klimawandel fördert milde, regenreiche Winter

„Folgt man den Aussagen der Klimaexperten, dürften regenreiche und schnee- und frostarme Winter künftig häufiger auftreten“ so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Mittelfristig müssen die Waldbesitzer auf die Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels nicht nur mit veränderten Waldstrukturen reagieren, sondern auch die Ernteverfahren sowie die eingesetzte Forsttechnik zum Schutz, zur Pflege und zur Bewirtschaftung der Wälder anpassen. ThüringenForst setzt jetzt schon verstärkt bei der Holzernte auf den Einsatz von bodenschonenden Rückepferden oder leichteren Forstmaschinen mit spezieller Traktionsunterstützung. „Auch der Einsatz von Seilkränen in der Ebene zur Rückung des eingeschlagenen Holzes kann im Einzelfall eine Option sein“, so Gebhardt weiter. Die Spezialtechnik führt allerdings zu höheren Kosten bei der Holzernte.

Auf das im Wald liegende Holz warten insbesondere Thüringens Sägewerksbetreiber, von denen gleich mehrere zu den zehn größten Verarbeitern in Europa gehören. Der Rohstoff Holz ist speziell für das waldreiche Thüringen von besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Die Waldbewirtschaftung ist zudem, neben der Landwirtschaft, eine tragende Säule im strukturschwachen ländlichen Raum.

ThüringenForst

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