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SVLFG muss in politischen Gremien auf die Tagesordnung

Am 12. November fand im Deutschen Bundestag ein Berichterstatter-Gespräch anlässlich der kürzlich vorgenommenen Beitragserhöhung durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) statt. Eingeladen hatte der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, Alois Gerig.

„Die Beitragserhöhung bedeutet für die Inhaber kleiner Forstbetriebe eine besondere Belastung“, sagte der Hauptgeschäftsführer der AGDW – Die Waldeigentümer, Alexander Zeihe. „Daher ist es höchste Zeit, dass dieses Thema im Deutschen Bundestag und in anderen politischen Gremien auf die Tagesordnung kommt.“ Gemeinsam mit Georg Schirmbeck, Präsident des deutschen Forstwirtschaftsrates, und Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender des sächsischen Waldbesitzerverbandes und Leiter des AGDW-Fachbereichs SVLFG, hatte Alexander Zeihe an dem Berichterstatter-Gespräch teilgenommen.
In diesem Zusammenhang bedankte sich der Präsident der AGDW – Die Waldeigentümer, Philipp Freiherr zu Guttenberg, bei dem Bundestagsabgeordneten Cajus Caesar für sein Engagement für die Forstwirtschaft im Haushaltsausschuss des Bundestages. Der Haushaltspolitiker hatte dafür gesorgt, dass die Haushaltsmittel für die nachhaltige Waldbewirtschaftung und die institutionelle Förderung deutlich erhöht werden. Und vor allem: Der Bund entlastet die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe um rund 78 Millionen Euro durch die Erhöhung des Bundeszuschuss zur Landwirtschaftlichen Unfallversicherung auf 178 Mio. € für 2016. „Jetzt ist die SVLFG am Zug: Sie muss dafür sorgen, dass der Grundbeitrag reduziert und die Kleinprivatwaldbesitzer spürbar entlastet werden“, forderte zu Guttenberg.
Kleine Familienbetriebe dürfen nicht zusätzlich belastet werden
Im Jahr 2013 sind erstmals für das ganze Bundesgebiet einheitliche Beiträge erhoben worden, da die zuvor regional organisierten Träger in einem einzigen Sozialversicherungsträger für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau zusammengeführt wurden. Aufgrund eines bundeseinheitlichen Beitragsmaßstabs und aufgrund von sinkenden Bundeszuschüssen werden sowohl der Grundbeitrag als auch die Flächenbeiträge sukzessive teils deutlich erhöht. So werden vor allem die Waldflächen mit einem Plus von teilweise mehreren hundert Prozent stärker belastet. Lagen die Grundbeiträge zur Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft bislang zwischen rund 60 und 269 €, so wurden sie für die Umlage im Jahr 2014 auf eine Spanne zwischen gut 80 und 323 € angehoben. „Die AGDW setzt sich seit langem intensiv dafür ein, dass der Status quo für die Eigentümer besonders kleiner Flächen verbessert wird“, sagte Alexander Zeihe. „Die vielen kleinen Familienbetriebe dürfen nicht mit zusätzlichen Kosten belastet werden.“
Die AGDW fordert vom SVLFG-Bundesträger mehrere Maßnahmen, um die Kleinprivatwaldbesitzer zu entlasten. Dazu zählen:
•  Eine transparente Darstellung der tatsächlichen Verwaltungs- und Präventionskosten getrennt nach den Sparten Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau.
•  Spartenspezifische Grundbeiträge und die Absenkung des Mindestgrundbeitrags zur Entlastung der Kleinstbetriebe.
•  Transparenz hinsichtlich der Anzahl und Größenverteilung der Forstbetriebe sowie auch der Verteilung der Risikokosten nach Größenklassen.
•  Modifizierung des Beitragsmaßstabs für die RG Forst unter Berücksichtigung von Baumart und Naturraum.
•  Gemeinsame Verwaltung der Mitgliedsflächen forstwirtschaftlicher Zusammenschlüsse zur Reduktion der Verwaltungskosten und Minderung der Grundbeiträge der zusammengeschlossenen Betriebe.
•  Verwendung der zusätzlichen Mittel für eine Entlastung der kleinen Betriebe beim Grundbeitrag.
Als nächstes folgt ein Gespräch auf Leitungsebene zwischen der SVLFG und Vertretern der Forstverbände u.a. mit Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, und Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender des Sächsischen Waldbesitzerverbandes.
 

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

 
AGDW – Die Waldeigentümer

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