Holzernte

Der SmartSkidder

Bearbeitet von Oliver Gabriel

Die Firma Suffel Fördertechnik in Aschaffenburg hat eine Forstraupe entwickelt. Der SmartSkidder ist das erste Forstgerät des Unternehmens überhaupt. Leicht, kompakt und wendig gebaut, deckt es etwas andere Anwendungen ab, als die meisten anderen Forstraupen.

Es ist ein Bild für die Götter: Fünf Männer stehen im Wald des Barons von Adelsheim und sind außer sich vor Freude. Anstifter dieses Ausbruchs war Bernward Welschof, seines Zeichens Ingenieur und somit einem Berufsstand zugehörig, dem man eher einen nüchternen Charakter nachsagt. Aber Welschoff jubelt geradezu, als er mit der umgeschnallten Funkfernsteuerung eine schräg stehende Küstentanne wieder aufrichtet. Einfach so, ganz langsam bis sie fast wieder gerade steht. Dann lässt er sie nochmal über die Bruchleiste ab und richtet sie erneut auf. Zum Schluss bringt er den Baum sicher auf die Erde und zieht ihn an die Waldstraße vor.

Die Fernsteuerung und die so fein justierbare Seilwinde sind zwei Merkmale des SmartSkidders, einer Rückeraupe, die Suffel Fördertechnik eigentlich auf der KWF-Tagung vorstellen wollte. Jetzt kommt sie auch ohne Messe – auf einen Markt, der mit Forstraupen anderer Hersteller einerseits schon gut besetzt erscheint. Andererseits hat sich dieses Produktsegement in den letzten Jahren so gut entwickelt, dass eine Marke mehr wohl auch noch ihren Platz finden wird. Die wendigen, bodenschonenden und ferngesteuerten Maschinen sind bei der seilwindenunterstützten Holzernte gefragt, beim Zufällen in die Kranreichweite der Harverster und zum Vorliefern an die Rückegassen. Mehrheitlich sind sie deshalb reine Seilwindenträger. Daneben haben aber auch Modelle Fuß gefasst, die man zusätzlich mit kleinen Fräsen, Säaggregaten, Hackern oder Schneefräsen ausstatten kann.

Der SmartSkidder ist von der Bauweise her in erster Linie eine Seilwindenmaschine. Die Stämme liegen beim Vorliefern im Unterschied zu den meisten anderen Raupen allerdings auf einem drehbar gelagerten Rungenschemel. Wegen seines nach oben klappbaren Rückeschildes eignet er sich darüber hinaus für Transportaufgaben. Interessant ist das für Waldbesitzer oder Forstunternehmer, die zum Beispiel Zaunbaumaterial transportieren wollen oder Wassertanks, mit denen sie Forstkulturen wässern möchten.

Den vollständigen Artikel finden Sie in der Forst & Technik 7/2021 – oder in voller Länge in unserer digitalen Ausgabe.

Oliver Gabriel