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Die Wertholzsubmission Südostbayern fand am Freitag, den 14.02. in Otting bzw. Waging am See unter großem Interesse der Öffentlichkeit statt.

Südostbayern-Submission 2020

Die 23. Wertholzsubmission Südostbayern fand am 14. Februar in Otting bzw. Waging am See unter großem Interesse der Öffentlichkeit statt. Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten AöR (BaySF), von den Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen–Berchtesgaden sowie vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein.

Insgesamt 260 Stämme mit 295 Fm an hochwertigem Laub- und Nadelstammholz wurden auf dem Submissionsplatz am Ufer des Waginger Sees bereitgestellt. Von insgesamt 28 Bietern aus dem gesamten Bundesgebiet und aus den Nachbarländern Frankreich und Österreich konnten sich 24 über Zuschläge freuen.

Fast alle der angebotenen Stämme (97 %) fanden einen Käufer. Der Gesamterlös lag bei 94.378,80 € netto mit einem stolzen Durchschnittspreis von 331 €/Fm.

Der Forstbetrieb Ruhpolding war mit knapp 100 Fm zum wiederholten Male größter Anbieter. Darüber hinaus beteiligten sich die Waldbesitzervereinigungen Laufen-Berchtesgaden, Altötting-Burghausen, Wasserburg-Haag, Traunstein und Mühldorf. Außerdem stellten die staatlichen Forstbetriebe Berchtesgaden, Wasserburg und Freising eine beachtliche Menge an ausgesuchten Stämmen für die Submission bereit.

Aus den Ergebnissen

Die sogenannte „Braut“ – der Stamm, der den höchsten Preis erzielte – war in diesem Jahr eine Eiche mit 69 cm Durchmesser aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden. Sie kam für insgesamt 2.892 € unter den Hammer. Den Zuschlag für dieses Prachtexemplar erhielt ein Furnierwerk aus Karlsruhe, das für den 2,06 Fm fassenden Stamm ein sensationelles Gebot von 1.404 €/Fm abgegeben hatte.

Ergebnisübersicht zur Wertholzsubmission Südostbayern am 14.2.2020. Quelle: BaySF/Forstbetrieb Ruhpolding

Die positive Eichenpreisentwicklung der Vorjahre hat sich in diesem Jahr fortgesetzt. Der Durchschnittspreis für die Eiche stieg von 408 €/Fm auf 444 €/Fm.

Mit 18 verkauften Stämmen und einem erreichten Durchschnittspreis von 458 €/Fm konnte der Ahorn im Vergleich zum Vorjahr (346 €/Fm) wieder deutlich zulegen. Ein schöner „Riegelahorn“ war auch wieder dabei. Der seltene, wellige Faserverlauf im Holzaufbau, die so genannte „Riegelung“, ist sehr begehrt. Er fand für einen Preis von 1.200 €/Fm mit insgesamt 0,85 Fm seinen neuen Besitzer.

Trotz des vermehrten Anfalls der letzten Jahre im Zuge des Eschentriebsterbens blieb der Preis der Esche mit 160 €/Fm stabil.

Rückläufig war hingegen der Preis für Ulmen. Die 14 Stämme erzielten einen Durchschnittserlös von 286 €/Fm – fast 100 €/Fm weniger als 2019.

Das Nadelwertholz konnte zu stabilen Preisen auf einem zufriedenstellenden Niveau veräußert werden. Die Lärche war mit 49 verkauften Stämmen am häufigsten auf dem Wertholzplatz zu finden. Sie erzielte mit 47 gekauften Stämmen einen Durchschnittserlös von 251 €/Fm. Fichten und Tannen wurden zu 191 bzw. 206 €/Fm zugeschlagen.

Echte Raritäten der Submission waren „exotische“ Baumarten wie Flatterulme, Schwarznuss und diverse Obstbäume.

Die hohe Qualität der Wertholzstämme zeigte sich im Durchschnittspreis der Gesamtsubmission: sie lag bei 331 €/Fm und konnte um 11 €/Fm im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden.

Ein Beispiel für das gemeinsame Engagement

Im Anschluss an die Ergebnispräsentation im Kursaal führten Christian Thaler und Anton Ernst, beide Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein, die zahlreichen Besucher zu den interessantesten Stämmen der Submission auf dem Wertholzplatz.

Die Wertholzsubmission Südostbayern ist ein gelungenes Beispiel für das gemeinsame Engagement von privaten und kommunalen Waldbesitzern, Waldbesitzervereinigungen, Bayerischen Staatsforsten sowie der Forstverwaltung in Traunstein. Das positive Gesamtergebnis und das rege Interesse der Öffentlichkeit unterstreichen einmal mehr die gelungene Kooperation.

BaySF

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