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Mit über 500 Stämmen und einer Gesamtmenge von 485 Fm lag das Angebot der Südostbayern-Submission in diesem Jahr 50 % über dem langjährigen Mittel.

Südostbayern-Submission 2019

Großer Andrang herrschte am 15. Februar beim Oberwirt in Otting, als die Organisatoren der Südostbayern-Submission die Ergebnisse des Wertholzverkaufs der Öffentlichkeit präsentierten.

In diesem Jahr konnten sich die Veranstalter – der Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten AöR, die Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen-Berchtesgaden und das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Traunstein – über einen sehr gut bestückten Submissionsplatz in Waging am See freuen. Mit über 500 Stämmen und einer Gesamtmenge von 485 Fm lag das Angebot an hochwertigem Laub- und Nadelholz 50 % über dem langjährigen Mittel.

Diese Mengensteigerung war eine echte Gemeinschaftsleistung der zahlreichen privaten und staatlichen Lieferbetriebe aus der der Region. Der Forstbetrieb Ruhpolding war mit insgesamt 128 Fm zum wiederholten Male größter Anbieter. Darüber hinaus beteiligten sich die Waldbesitzervereinigungen Laufen-Berchtesgaden, Altötting-Burghausen, Wasserburg-Haag, Traunstein, Pfarrkirchen, Mühldorf, Erding sowie die Stadt Traunstein. Außerdem stellten die staatlichen Forstbetriebe Berchtesgaden, Schliersee, St. Martin (Bayerische Saalforste), Wasserburg und Freising eine beachtliche Menge an ausgesuchten Stämmen für die Submission bereit.

Es wurden von 31 verschiedenen Kunden Gebote auf das perfekt aufbereitete Holz auf dem Submissionsplatz abgegeben.

Aus den Submissions-Ergebnissen

Der teuerste Stamm, die so genannte „Braut“, war wie im Vorjahr eine Eiche. Dieses Prachtexemplar mit einem Durchmesser von 87 cm und einer Länge von 5,30 m wurde von einem privaten Waldbesitzer aus der WBV Traunstein bereitgestellt. Mit einem Gesamtvolumen von 3,15 Fm erzielte er einen Preis von 824 €/Fm und erlöste damit insgesamt 2.595 €. Den Zuschlag erhielt ein renommierter Furnierhersteller aus dem Spessart. Die Eiche wird dort im so genannten Messerfurnierverfahren in feine Schichten geschnitten und als hochwertiges Furnier weiterverkauft.

Der teuerste Stamm war eine Eiche aus der WBV Traunstein: Mit einem Durchmesser von 87 cm, einer Länge von 5,30 m und einem Volumen von 3,15 Fm erzielte dieser Stamm 824 €/Fm und damit insgesamt 2.595 €. Foto: BaySF, Forstbetrieb Ruhpolding

Eichenholz erfreut sich nach wie vor einer großen Nachfrage und ist seit Jahren die mit Abstand bedeutendste Baumart auf der Südostbayern-Submission. Mit einer gesteigerten Angebotsmenge von 157 Fm konnte sie heuer ihre Stellung als „Zugpferd“ weiter ausbauen. Gegenüber dem Vorjahr wurde sie allerdings deutlich geringer bewertet. Ihr Durchschnittspreis fiel von 524 €/Fm auf 408 €/Fm.

Der Bergahorn blieb auf gleichem Niveau. Der Durchschnittspreis lag bei 346 €/Fm (Vorjahr 349 €/Fm). Die angebotene Menge reduzierte sich von 45 Fm im Vorjahr auf 32 Fm.

Trotz des vermehrten Anfalls der letzten Jahre im Zuge des Eschentriebsterbens blieb der Preis der Esche relativ stabil. Erlöste sie bei der letztjährigen Submission noch 188 €/Fm, brachte es die Esche heuer immerhin noch auf 162 €/Fm. Die angebotene Menge erhöhte sich von 29 auf stolze 50 Fm.

Während die Ulme in den Vorjahren noch reißenden Absatz fand, war das Interesse am diesjährigen Angebot verhalten. Nur enttäuschende 60 % fanden einen Käufer, der Durchschnittspreis fiel markant von 473 €/Fm auf 373 €/Fm.

Das Nadelwertholz zeigte dagegen einen Trend nach oben. Die Lärche stach dabei besonders heraus: Ihre angebotene Menge erhöhte sich um satte 40 % und der Durchschnittspreis je Festmeter ging mit 253 €/Fm ebenfalls deutlich nach oben (Vorjahr 223 €/Fm). Eine ähnlich positive Entwicklung erfuhr die Tanne. Eine erhöhte Angebotsmenge von 47 Fm gegenüber dem Vorjahr (29 Fm) ging erfreulicherweise mit einem höheren Durchschnittspreis von 182 €/Fm (Vorjahr 170 €/Fm) einher. Die Fichte blieb stabil. Ihr Durchschnittspreis sank nur leicht von 203 €/Fm auf 197 €/Fm.

Ein echtes „Schmankerl“ und ein wahrer Verkaufsschlager war in diesem Jahr die Zirbe. Ihr sehr aromatisch duftendes Holz ist vor allem als Möbel- und Schnitzholz heiß begehrt. Der Forstbetrieb Sankt Martin der Bayerischen Saalforsten lieferte die seltene Ware, die ein Sturm in den Hochlagen des Betriebs entwurzelt hatte. Der Durchschnittspreis der 27 Fm lag bei beachtlichen 443 €/Fm, das Höchstgebot sogar bei sensationellen 940 €/Fm.

Auch Raritäten wie Linde, Scheinzypresse, Kirsche, Vogelbeere und Birne wurden wieder in geringem Umfang angeboten und fanden ihre Käufer. Bemerkenswert ist das Ergebnis eines schwachen Eibenstammes, der den höchsten Festmeter-Preis der diesjährigen Versteigerung mit 1.370 € erzielte.

Ergebnisse der Südostbayern-Submission 2019 (zugeschlagene 1. Gebote je Baumart). Quelle: BaySF, Forstbetrieb Ruhpolding

Das Durchschnittsergebnis über alle Baumarten von 320 €/Fm lag zwar unter dem des Vorjahres (373 €/Fm), die Veranstalter zeigten sich dennoch zufrieden. Dank der großen Angebotsmenge konnte der Gesamtumsatz auf über 150.000 € gesteigert werden.

Ein fester Bestandteil der Veranstaltung und vielbesucht sind die Führungen über den Submissionsplatz. Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein rundeten die diesjährige Submission mit Erläuterungen zu den besten und interessantesten Stämmen ab.

BaySF/Red.

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