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Südostbayern-Submission 2014

Südostbayern-Submission 2014

Großer Andrang herrschte am 14. Februar im Kurhaus in Waging, als die Organisatoren der Südostbayern-Submission die Ergebnisse des Wertholzverkaufs präsentierten. Aber nicht nur mit dem öffentlichen Interesse, sondern auch mit den erzielten Erlösen konnten die Veranstalter – der Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten AöR, die Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen-Berchtesgaden und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein – zufrieden sein.
Angebot und Erlöse auf stabilem Niveau – Nadelholzanteil ausgebaut

Laub- und Nadelstammholz bester Qualität aus dem gesamten südostbayerischen Raum konnten auch in diesem Jahr zu sehr guten Preisen vermarktet werden. Die Angebotsmenge von 300 Fm wurde zur einen Hälfte von privaten bzw. kommunalen Waldbesitzern und zur anderen von Staatsforstbetrieben aus der Region geliefert. Größte Anbieter waren diesmal der Forstbetrieb Ruhpolding (Bayerische Staatsforsten) mit rund 120 Fm und die Waldbesitzervereinigung Laufen-Berchtesgaden mit 55 Fm. Darüber hinaus beteiligten sich die Waldbesitzervereinigungen Altötting-Burghausen, Mühldorf, Traunstein und Erding, der Stadtforst Traunstein sowie die staatlichen Forstbetriebe Berchtesgaden und Wasserburg.
Die „Braut“, der höchstbebotene Stamm der Submission, kam aus dem Forstbetrieb Ruhpolding. Der „geriegelte“ Bergahorn wurde mit einem Spitzenpreis von 3.389 €/Fm einem Furnierhersteller aus Unterfranken zugeschlagen. Wie auch in den vergangenen Jahren stießen die Bergahorn-Stämme allgemein auf reges Interesse. So erzielte die submittierte Menge von 46 Fm einen Durchschnittspreis von 289 €/Fm (Vorjahr 292 €/Fm).
Die zentrale Baumart der Submission ist seit einigen Jahren allerdings die Eiche. 76 Fm konnten zu einem gestiegenen Durchschnittspreis von 374 €/Fm (Vorjahr 355 €/Fm) verkauft werden. Auch die Esche guter Qualität ist im preislichen Aufschwung. Mit einem Durchschnittspreis von 201 €/Fm (Vorjahr 174 €/Fm) fanden etwa 25 Fm ihre Käufer.
Das Nadelholzangebot wurde auf der diesjährigen Submission deutlich ausgebaut und erreichte erstmalig über ein Drittel der Verkaufsmenge. Im Angebot waren etwa 60 Fm feinjährige Fichte aus dem Bergwald mit einem erlösten Durchschnitt von 165 €/Fm und einem Spitzenpreis von 308 €/Fm (Vorjahr 185 €/Fm bzw. 253 €/Fm).
Die zweitgrößte Menge beim Nadelwertholz stellte mit 37 Fm die Lärche, für die im Durchschnitt 259 €/Fm (Vorjahr 275 €/Fm) erzielt wurden. Von einem Furnierhersteller erworben wurde ein hervorragender Lärchenstamm aus dem Forstbetrieb Wasserburg um 739 €/Fm.
Fazit

Der Durchschnittspreis der Gesamtsubmission, also über alle Besitzarten und alle Holzarten hinweg, ist zwar im Vergleich zum Vorjahr von 275 €/Fm auf 257 €/Fm gesunken, was jedoch wegen der deutlichen Holzartenverschiebung hin zum Nadelholz nicht anders zu erwarten war.
Wichtige Ziele für die Zukunft der Südostbayern-Submission, so Sebastian Kurzmeier, Stellvertretender Betriebsleiter des Forstbetriebs Ruhpolding und Verkaufsleiter der waldbesitzübergreifenden Versteigerung, seien die Erweiterung des Anbieterkreises zur Stabilisierung der Angebotsmenge und die Verbesserung der Qualitäten beim Nadelholz.
Christian Thaler und Max Poschner, Förster des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein, rundeten mit fachkundigen Führungen über den Submissionsplatz mit Erläuterungen zu den besten bzw. interessantesten Stämmen die gelungene Veranstaltung ab.
Bayerische Staatsforsten AöR/Forstbetrieb Ruhpolding

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