Holzverkauf und Holzpreise

Submission in Schleswig-Holstein: Eiche 53 % teurer

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Am 21. Februar fand die Gebotseröffnung der 50. Laubwertholzsubmissionen in Schleswig-Holstein statt. Auf den Lagerplätzen in Daldorf und in Lanken wurden 3.366 Fm Wertholz angeboten.

Die Schleswig-Holsteinische Holzagentur vermarktete Holz für private und kommunale Waldbesitzer. Dazu kamen Hölzer der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF), von den Kreisforsten Herzogtum Lauenburg und dem Stadtwald Lübeck.

Die Angebotsmenge lag 20% unter dem Vorjahr. Mit 2.900 Fm (86 %) bildete die Eiche wieder den Schwerpunkt. Die Eschenmenge ging mit 325 Fm deutlich zurück (Vj. 470 Fm, -31 %).

19 % mehr Umsatz trotz 20 % weniger Holz

Insgesamt beteiligten sich 36 Bieter (Vorjahr 29) aus ganz Deutschland und Dänemark. Verkauft wurden 14 verschiedene Holzarten, neben Eiche und Esche auch Ahorn, Kirsche, Ulme, Roteiche sowie auch Nadelhölzer.

Insgesamt konnten 99 % der angebotenen Menge veräußert werden. Der Gesamtumsatz lag bei 2.314.000 € (Vj. 1.938.000 €, +19 %). Über alle Holzarten wurde ein durchschnittlicher Holzerlös von 693 €/Fm erzielt (Vj. 459 €/Fm, +51 %).

Eiche erreicht Rekorderlös

Die Eiche erzielte einen Durchschnittspreis von 753 €/Fm (Vj. 493 €/Fm, +53 %), nachdem er in den vergangenen vier Jahren immer im Bereich um 500 €/Fm lag. Bei der Esche waren es 263 €/Fm (Vj. 230 €/Fm, +14 %). Von den angebotenen 325 Fm wurden allerdings nur 220 Fm verkauft. Ahorn wurde mit 65 Fm etwas mehr angeboten (Vj 27 Fm). Der Durchschnittspreis lag bei 481 €/Fm (Vj. 371 €/Fm, +30 %).

Die Kirsche wurde nur mit einer geringen Menge von 10 Fm verkauft und erzielte im Durchschnitt 285 €/Fm (Vj. 307 €/Fm, -7 %). Ihr Durchschnittspreis sinkt seit 2019, als noch 346 €/Fm erzielt wurden. 10 Fm Ulme erzielten durchschnittlich 973 €/Fm.

„Braut“ erzielt fast 5.000 €/Fm

Den Höchstpreis der Submissionen erzielte die „Braut“, ein Riegelahorn von der Schleswig-Holsteinischen Holzagentur mit 4.875 €/Fm. Das Höchstgebot bei der Eiche erzielte ein Los mit 2.769 €/Fm.

Riegelahorn auf der Submission Schleswig-Holstein
Die „Braut“ in Daldorf, ein Riegelahorn, der für 4.875 €/Fm verkauft wurde. Es ist damit der Stamm mit dem höchsten Gebotspreis.
Foto: H. Nasse/SHLF

Der teuerste Einzelstamm der Submissionen ist eine Eiche aus dem Stadtwald Lübeck. Mit einem Volumen von 4,77 Fm erzielte diese Eiche mit einem Preis von 2.644 €/Fm einen Erlös von insgesamt 12.612 Euro.

Das Höchstgebot für die Esche lag bei 382 €/Fm. Ein beachtliches Höchstgebot für einen Ulmenstamm von 5,4 Fm wurde mit 1.442 €/Fm erreicht.

Quelle: SHLF