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Schockemöhle

Submission im Regionalforstamt Hochstift

Am 27.3.2019 fand die traditionelle 41. Laub- und Nadel-Stammholzsubmission von Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Hochstift in Kooperation mit dem Landesverband Lippe statt. Die angebotenen Stämme wurden aus dem Staatswald, dem Landesverband Lippe sowie aus öffentlichem und privatem Waldbesitz geliefert.

Nach einem schwierigen Jahr 2018 mit widrigen Umständen durch Orkan Friederike, einem heißen Sommer und der davon ausgehenden anhaltenden Borkenkäferkalamität sind alle beteiligten Forstleute nach wie vor stark belastet. Der unerwartet auftretende Sturm Eberhard im März diesen Jahres tat sein Übriges. Nichtsdestotrotz konnten insgesamt 977 Festmeter (Fm) ausgesuchter Wertholz-Einzelstämme und Stammholzlose auf den beiden Submissionsplätzen in Nieheim und Alt-Schieder beboten werden. Das gesamte Holz konnte verkauft werden und erlöste dabei eine Gesamtsumme von etwa 363.200 €. Im Jahr 2019 wurde kein Nadelholz angeboten.

Der Schwerpunkt lag in diesem Jahr mit 870 Fm (-9 % zu 2018) erneut beim Eichenholz. Der Durchschnittspreis für Eichen-Einzelstämme lag bei 479 €/Fm (-17 %), für Eichen-Stammholz-Lose wie im Vorjahr bei 360 €/Fm. Des Weiteren wurden 90 Fm Esche, 11 Fm Vogelkirsche und 6 Fm Bergahorn angeboten.

Forstamtsleiter Roland Schockemöhle zeigte sich erfreut, dass auch in diesem Jahr trotz der Dauerbelastung für die Forstbranche Wertholz aus dem gesamten Forstamtsgebiet und von allen Waldbesitzarten erfolgreich angeboten werden konnte. Hinsichtlich der geringeren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr verwies er auf den stets recht späten Termin der Submission Ende März sowie die durch Kalamitäten verursachten Zwangsnutzungen. „Dieses Jahr konnten wir leider nicht übermäßig viele Sahnestücke anbieten, da wir bei der Esche aber auch bei der Eiche einen Teil zu früh angefallenes Holz zum Submissionsplatz liefern mussten.“ Zudem liege der Arbeitsschwerpunkt der Förster momentan eher im Fichteneinschlag und der Borkenkäferbekämpfung.

Aus den Ergebnissen

Das Höchstgebot lag 2019 bei 979 €/Fm für einen Bergahorn aus dem FBB Bad Driburg/Stadt Brakel. Für stolze 3.054 € wechselte dieser 3,12 Fm dicke Stamm den Besitzer. Der insgesamt teuerste Stamm war hingegen der einer Eiche. Dieser 3,66 Fm-Stamm mit 91 cm Mittendurchmesser wurde für 3.506 € verkauft (FBB Bad Driburg, Frhr. von Spiegel).

Das Höchstgebot wurde bei der Laub- und Nadelholzsubmission von Wald und Holz NRW, Regionalforstamt Hochstift 2019 für einen Berg-Ahorn abgegeben. Dieser erlöste 979 €/Fm. Foto: Johannes Schmitt, Wald und Holz NRW

Für das kommende Jahr hofft Forstamtsleiter Schockemöhle, dass ruhigere Zeiten einkehren und bei der nächsten Submission wieder Wertholz aus dem Hochstift in großem Umfang angeboten werden kann.

Zum Thema: forstpraxis.de-Meldung

Wald und Holz NRW

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