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Absperrungen auch infolge der maschinellen Schadensbearbeitung sind in jedem Fall zu beachten.

Sturmschäden in Sachsen-Anhalt: Waldbesitzer fordern Hilfe vom Land

Die Folgen des Sturmtiefs „Friederike“ in den Wäldern von Sachsen-Anhalt sind verheerend. Mit einem dringlichen Appell wendet sich der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt an das Land und die zuständige Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert. Der Verband fordert eine umgehende Inkraftsetzung der „Richtlinie zur Wiederherstellung von Wäldern nach Naturkatastrophen“. Es gilt, die Waldbesitzender bei der Wiederaufforstung durch Fördermittel zu unterstützen und ein Förderprogramm zur Sanierung der Waldwege zu erarbeiten.

Auch warnt der Verband davor, Mittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) als außerordentliche Hilfe des Landes für die Beseitigung der Folgen von „Friederike“ zu verkaufen. „Das sind Mittel, die hier nicht zweckentfremdet werden dürfen“, so der Vorsitzende des Verbandes, Prinz zu Salm-Salm. Zudem müsse die willkürliche Umschichtung von Forstförderung in den ökologischen Landbau ein Ende haben. Lageeinschätzungen des Waldbesitzerverbandes nach Sturmtief „Friederike“ haben ergeben, dass die waldreichen Regionen des Landes Sachsen-Anhalt, insbesondere in den Landkreisen Harz, Mannsfeld Südharz und Wittenberg, von Schäden stark betroffen sind.

Appell der Waldbesitzer an die zuständige Ministerin

Dabei ist zum Teil von Flächenwürfen die Rede, welche zu 5- bis 8-jährigen Jahreseinschlägen bei den Forstbetrieben führen. „Betroffene Waldbesitzer können in den nächsten Jahrzehnten auf diesen Flächen keine forstwirtschaftlichen Erträge erzielen“, so Salm-Salm. „Um eine schnellstmögliche Aufarbeitung zu garantieren, werden sowohl professionelle personelle als auch maschinelle Kapazitäten benötigt.“ Es gilt auch, Schadholzmengen aus dem Wald zu schaffen, um Folgeschäden vorzubeugen. Dabei sei auch eine unbürokratische Erlaubnis zum Ausbau und zur Verstärkung von Forstgrund, Rückwegen, sowie Versteuerung bei Einkünften aus außerordentlichen Holznutzungen von Vorteil, so die Waldbesitzer. Des Weiteren sollte zum Abtransport der Holzmengen eine Revitalisierung der Bahnanschlüsse im Harz und weiterer Lagerplätze angedacht werden.

„Wir haben verheerende Schäden und müssen alles tun, damit notwendige Hilfen zeitnah auf den Weg gebracht werden können“, so der Appell des Waldbesitzerverbandes Sachsen-Anhalt. Ansonsten folge der Schaden im Schaden in Form des Borkenkäfers und schlimmer, zusätzlicher Naturraum- und Wertverluste.

 

Der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt vertritt die berufsständischen, rechtlichen und forstpolitischen Interessen der privaten, kommunalen und kirchlichen Waldbesitzer in Sachsen-Anhalt gegenüber den gesetzgebenden Körperschaften, politischen Parteien, Behörden, der Wirtschaft, der Medien und der gesamten Öffentlichkeit. Vorsitzender ist seit 2009 Franz Prinz zu Salm-Salm. Der Verband ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW). Er gliedert sich in drei Regionalgruppen: Altmark, Anhalt, Harz und Burgenland.

Red./Quelle: Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt

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