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Sturm Friederike: Deutliche Schäden in Thüringens Wäldern

ThüringenForst korrigiert Sturmschadmenge nach oben

Der Sturm „Friederike“ hat härter zugeschlagen, als von ThüringenForst in ersten Schätzungen angenommen wurde. Gleichwohl kamen Thüringens Waldbesitzer mit einem „blauen Auge“ davon.

Nach auf den Tag genau 11 Jahren „Kyrill“ zog am 18. Januar das Sturmtief „Friederike“ über den Freistaat Thüringen hinweg. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 203 km/h, die auf dem Brocken gemessen wurden, übertrafen diese Orkanböen in ihrer Mächtigkeit sogar den Kyrill-Sturm.

Nach einer weiteren, nunmehr kompletten Rückmeldung aller 24 Thüringer Forstämter hat ThüringenForst seine Sturmschadensbilanz „Friederike“ in Thüringens Wäldern nach oben korrigiert. Derzeit gehen die Experten der Thüringer Landesforstanstalt von etwa 150.000 Fm Schadholz im Landeswald und weiteren rund 180.000 Fm Schadholz im Privat- und Kommunalwald aus.

Bestätigt hat sich dagegen, dass hauptsächlich Einzel- und Nesterwürfe, dagegen kaum flächige Schäden und, den durchnässten Waldböden geschuldet, nur wenig Bruch auftraten. Ebenfalls bestätigt hat sich, dass das Hauptschadgebiet im Bereich um das Thüringer Becken liegt. Entsprechend ist neben der Baumart Fichte auch ein erheblicher Anteil Laubholz am Schadholzaufkommen festzustellen (etwa 20 % der Schäden). Derzeit sind alle verfügbaren Waldarbeitskräfte mit der Wiederherstellung der Zugänglichkeit der vom Sturm betroffenen Waldgebiete beschäftigt, diese schreitet gut voran.

Nach dem Sturm: Warnung vor dem Betreten der Wälder

Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand, warnt vor dem Betreten der Wälder in den nächsten Tagen,  da auch nach dem unmittelbaren Sturmereignis Gefahr durch abgebrochene, hängengebliebene Äste und nachstürzende Bäume besteht.

ThüringenForst wird in ihren Wäldern entstandene Gefahren schnellstmöglich beseitigen. Auf einen Spaziergang im Wald sollte noch verzichtet werden, bis die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind.

ThüringenForst

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