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Der standhafte Nisula

Der Forstunternehmer Jan Wittek aus Arpsdorf in Schleswig-Holstein hat Anfang dieses Jahres den Schwachholzharvester Nisula N5 gekauft. Normalerweise hat die Maschine nur vier Räder. Wittek ist der erste Kunde, der sie mit dem 2018 vorgestellten Sechsrad-Fahrwerk einsetzt.

Jan Wittek hatte bei den Forsttagen 2018 der Firma Waldburg Forstmaschinen Wolfegg (WFW) den Vierrad-Harvester Nisula N5 gesehen, der preislich interessant war, leistungsstark und mit 40 km/h auf eigener Achse umsetzen kann. Dazu kam noch die Möglichkeit, eine hydraulisch angetriebene Seilwinde anzubauen. Unterm Strich also eine Maschine für alle möglichen Aufgaben, mit der seine Leute Holz ernten und beiseilen könnten. Auch in der Verkehrssicherung wäre sie mit der Seilwinde einsetzbar. Allein sein Fahrer war nicht wirklich überzeugt. Doch dafür wusste  Nisula-Händler WFW einen Ausweg, denn der finnische Hersteller hatte kurz zuvor auch eine Sechsradversion des Nisula N5 auf den Markt gebracht.

Patentierte Bogielösung

Die knickgelenkte Grundmaschine von Lännen besitzt zwar unverändert vier Räder, Nisula ergänzt die Vorderräder jedoch mit einer patentierten Bogielösung. Dafür befinden sich links und rechts am Vorderrahmen höhenbewegliche Trägerschienen, an denen jeweils ein nicht angetriebenes Rad befestigt ist. Ein Hydraulikzylinder drückt die Räder im Einsatz auf dieser Schiene permanent schräg nach vorn und unten. Auf diese Weise haben sie im Gelände immer Bodenkontakt und halten auch die Bogiebänder straff, die man auf die großen Maschinenräder und die Anbauräder aufziehen kann. Bei einem Eigengewicht von 15 t ist der Sechsradharvester aber auch ohne Bänder bodenschonender und standsicherer als die Vierradversion.

Rohversion von Lännen

Lännen liefert die Grundmaschine des N5 in einer Rohversion, die Nisula für den Forsteinsatz aufbaut. Dort werden nicht nur die Zusatzräder montiert, die Kotflügel oder der Lampenaufsatz auf dem Kabinendach, sondern auch der Kran und das Harvesteraggregat. Witteks Maschine arbeitet mit dem Kran 99 PT, der mit Teleskop auf 10,30 m Reichweite kommt und ein Hubmoment von 130 kNm brutto entwickelt. Angebaut ist das  zweitgrößte Nisula-Aggregat 500H. Es wiegt 640 kg und schafft maximal 50 cm Fälldurchmesser.

Wie sich die Maschine im Wald bewährt, das lesen Sie in der Juli-Ausgabe der Forst & Technik.

Oliver Gabriel

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