ABO
Der Vorsitzende der Waldbauern in NRW, Dr. Philipp Freiherr Heereman, erläutert: „In NRW bewirtschaften über 150.000 private Waldbesitzer etwa 2/3 der Waldfläche.

Stürme, Dürre, Käfer: Hilfen in Sicht!?

Eine Weihnachtsbaumübergabe der anderen Art erlebten dieses Jahr die Abgeordneten im Landtag Nordrhein-Westfalen. Mit vertrockneten Buchen, Eichen und Fichten machte der Vorstand des Waldbauernverbandes NRW am 28. November erneut auf die katastrophale Situation in den Wäldern Nordrhein-Westfalens aufmerksam.

Stürme, Dürre und Käfer wüteten im Jahr 2018 in den Wäldern in einem bisher unbekannten Ausmaß und ließen über 4,0 Mio. Kubikmeter toter Bäume zurück.

Käferbombe tickt …

Die Gefahr weiterer Waldschäden ist noch nicht gebannt, vielmehr tickt eine Käferbombe, die bei unzureichender Eindämmung nächstes Jahr mit rasanter Geschwindigkeit weitere Waldflächen vernichten wird. Insbesondere gelte es jetzt, die in den Fichten überwinternden Borkenkäfer unschädlich zu machen. Dafür müssen befallene Bäume schnellstens aufgearbeitet bzw. das Holz aus dem Wald geschafft werden. Die dafür vom Land eingesetzte „Task Force Käfer“ sei richtig, müsse aber auch die personellen und finanziellen Ressourcen bekommen, um konkrete Maßnahmen einleiten und umsetzen zu können.

Erleichtert zeigte sich der Vorstand über den von den Regierungsfraktionen gemeinsam eingebrachten Antrag über Hilfen für Waldbesitzer.

Es bleiben Hoffnung und Vertrauen …

Glücklicherweise wachsen noch gesunde Fichten, Tannen und Kiefern in den Wäldern und so konnte der Waldbauernverband, wie gewohnt, dem Landtagspräsidenten André Kuper eine vitale Nordmanntanne aus der Region Düsseldorf überreichen. „Dieser grüne Baum symbolisiert Hoffnung und Vertrauen in die eigenen Kräfte“, so Heereman, der die Abgeordneten im Namen der vielen Waldbauern in NRW um die schnellstmögliche Umsetzung von Hilfen bat.

Red./WBV NRW

Auch interessant

von