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Vorlesung im Garten

Studienanfänger blicken auf das erste Semester an der HFR zurück

Das wohl ungewöhnlichste Semester an der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg (HFR) geht in den nächsten Tagen zu Ende. Wegen der Corona-Pandemie konnte der Studienbetrieb zuerst gar nicht und dann nur online bzw. unter strengen Auflagen. Die HFR hat die bei den „Erstis“ eine Umfrage gemacht, ob sie sich wieder für die HFR entscheiden würden.

Was soll ich studieren? Die Schule ist vorbei, was dann?

Im letzten Oktober haben 240 Studienanfänger ihr Studium an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) aufgenommen. Sie wurden aus mehr als 1.100 Bewerbern ausgewählt. Begonnen hatte das Semester wie alle ersten Semester zuvor. Das zweite hingegen war dann alles andere als üblich. Die Corona-Pandemie hat die Lehre an den Hochschulen auf den Kopf gestellt: Hochschulen bleiben geschlossen, Mitarbeiter arbeiten im Homeoffice, der Semesterbeginn wird verschoben, Online-Vorlesungen ersetzen Präsenzveranstaltungen.Heute, gut neun Monate nach Studienstart, blicken die „Erstis“ auf das wohl ungewöhnlichste Studienjahr der 66jährigen Geschichte der HFR zurück. Grund genug sich umzuhören, ob sie sich in ihrer Entscheidung an der HFR zu studieren, bestätigt fühlen. Immerhin hatten die Allermeisten Rottenburg bei ihrer Bewerbung als erste Wahl angegeben.

Wichtig ist die Praxisnähe

Jonas ist 20 Jahre alt, kommt aus Rottenburg und studiert im 2. Semester Erneuerbare Energien. Für ihn war es entscheidend, an einer kleinen, familiären Hochschule ein zukunftsorientiertes MINT-Fach (Anm. d. Red.: verschiedene Fachbereiche aus Mathematik, Infomratik, Naturwissenschaften und Technik) zu studieren: „Ich habe interessante Vorlesungen zu aktuellen Themen. Der Umgang an der Hochschule ist freundlich. Jeder ist hilfsbereit und es wird viel geboten.“

Corinna musste krankheitsbedingt kurz vor dem Abitur die Schule abbrechen. Um die Hochschulreife zu bekommen, entschied sie sich für ein FÖJ. Hier lernte sie eine ehemalige Studentin der HFR kennen. „Eigentlich wollte ich ja soziale Arbeit studieren, aber im Laufe meines Praktikums merkte ich, dass dies nicht dem entspricht, was ich eigentlich machen will und ich entschied mich für den Studiengang Nachhaltiges Regionalmanagement an der HFR. Bereut habe ich meine Entscheidung noch nicht. Und das nicht nur wegen der schönen Lage, sondern auch wegen der Praxisnähe und der gut zusammengestellten Fächer.“ Auch Nadine, die im 2. Semester Ressourcenmanagement Wasser studiert, fühlt sich richtig wohl: „Noch im letzten Jahr hätte ich niemals geahnt, in so viele verschiedene Themenbereiche Einblicke zu erhalten und damit weltweite Zusammenhänge und deren Auswirkungen auf unser Leben verstehen zu können. Ich finde es super spannend, wie der Studiengang immer wieder zum Nachdenken anregt und dabei bestärkt, bewusster mit der Ressource Wasser umzugehen.“

Kleine Hochschule kann mit den Großen mithalten

Robin ist schon zum zweiten Mal „Ersti“ an der HFR. Er studiert heute im Master-Studiengang SENCE. Zur HFR kam er nur durch Zufall, hat aber schnell gemerkt, dass er damit genau richtig liegt: „Man könnte sagen, eine so kleine Hochschule wäre nicht in der Lage mit den Großen mitzuhalten, aber genau das ist der Vorteil. Die persönliche Betreuung würde ich gegen nichts eintauschen.“ Susanne landete nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin und erst acht Jahre nach dem Abi an der HFR. Auch sie studiert heute, nach erfolgreichem Bachelor, im Master Forstwirtschaft: „Klar gibt es immer Höhen und Tiefen und auch Fächer die einem mehr oder weniger liegen, aber die Entscheidung für den Studiengang und die Hochschule habe ich nie bereut. Im Gegenteil, nun bin ich sogar zum Master hiergeblieben und genieße weiterhin all die Vorteile, die die Hochschule zu bieten hat und fühle mich rundum wohl. Dazu kommt noch, dass die Hochschule in der Forstwelt einen extrem guten Ruf hat. Wer hier abgeht, hat einen Job so gut wie in der Tasche.“

Für Robin und die meisten seiner Kommilitoninnen und Kommilitonen sind Online-Vorlesungen im Moment eine gute Alternative zur Präsenzvorlesung. Dennoch fehlt vielen die persönliche Komponente: das Miteinander, die Freunde und das Studentenleben insgesamt. „Lehrveranstaltungen finden über Konferenz-Apps wie Zoom statt. Aufgaben werden Online verteilt, Gruppenarbeiten gestalten sich schwierig und manchmal lassen Konzentration und Motivation nach und mir fehlt der geregelte Alltag“, meint Robin. „Trotzdem würde ich mich immer wieder für die HFR entscheiden.“

Mehr Infos: www.hs-rottenburg.de

Quelle: HFR

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