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Studie über Klimavariabilität anhand von Jahrringen

Ein internationales Team von Archäologen, Geographen, Historikern und Klimatologen hat erstmals den Niederschlag und die Temperatur der letzten 2500 Jahre in Mitteleuropa lückenlos rekonstruiert. Die Forscher, darunter der Gießener Geographie-Professor und Klimatologe Prof. Jürg Luterbacher, untersuchten Jahrringe von rund 9000 subfossilen und archäologisch-historischen Hölzern und lebenden Bäumen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich.

Die interdisziplinäre Studie unter der Leitung von Ulf Büntgen von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) ist am 14. Januar in der renommierten Fachzeitschrift Science erschienen (www.sciencemag.org). Die Wissenschaftler stellen die Schwankungen des europäischen Sommerklimas von der späten Eisenzeit vor 2500 Jahren bis ins 21. Jahrhundert auffallenden historischen Ereignissen und Epochen gegenüber.

Im Kontext der natürlichen Klimadynamik erscheinen die Sommer des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts als außergewöhnlich warm. Frühere Veränderungen der Niederschläge hingegen haben die heutigen Messwerte durchaus übertroffen.
Universität Gießen

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