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Studie des Forstamtes Wolfenbüttel zur Wildkatze mit überraschendem Ergebnis

Studie des Forstamtes Wolfenbüttel zur Wildkatze mit überraschendem Ergebnis

Der nördliche Verlauf der Verbreitungsgrenze der Europäischen Wildkatze in Niedersachsen muss nach Untersuchungsergebnissen des Forstamtes Wolfenbüttel deutlich nach Norden verschoben werden.
„Die Wildkatze breitet sich ganz offensichtlich weiter in Richtung Südheide aus“, sagt Peter Rieckmann, Leiter des Forstamtes Wolfenbüttel und Mitinitiator der Studie.
Das ist ein überraschendes Ergebnis des im Jahr 2011 begonnenen Projektes zum Nachweis der Wildkatze in den Braunschweiger Landeswäldern.
  
„Wir sind sehr überrascht, dass wir tatsächlich Wildkatzen auch nördlich der A2 unter anderem im Lappwald und sogar im Drömling nachweisen konnten“, sagt Thorsten Späth, Förster für Waldökologie im Forstamt Wolfenbüttel, der für die Studie verantwortlich zeichnet.
Die Population ist größer als erwartet, Hochrechnungen zur Folge leben allein im Elm etwa 12 männliche und 20 weibliche Exemplare der seltenen und geschützten Wildkatze. „Die Wildkatze bevorzugt Mischwälder mit vielfältigen Strukturen und einem hohen Totholzanteil“, berichtet Späth, „deshalb ist die Wildkatze auch eine wichtige Zeigerart und beweist, dass der Natur- und Artenschutz in den Niedersächsischen Landesforsten Früchte trägt.“
Als Nachweismethode wurde die sogenannte Lockstockmethode gewählt. Dabei werden raue Holzpflöcke mit einer Baldriantinktur benetzt. Die vom Baldrian angelockten Katzen reiben sich an den Lockstäben und streifen so Haare ab. Diese werden gesammelt und vorab nach Tierart bestimmt. Die exakte Art- und Individualanalyse erfolgt dann durch die genetische Untersuchung der Haarproben im Labor.
NLF

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