Newsletter
ABO
Zeitschriften
Service
Studie aus Österreich bestätigt: Wald ist Öko-Klimaanlage

Studie aus Österreich bestätigt: Wald ist Öko-Klimaanlage

Was in asiatischen Kulturen, genau in Japan, gesundheitswissenschaftlich schon längst anerkannt ist, wird nun auch in Österreich offiziell bestätigt: das „Waldbad“, also der Aufenthalt im Wald, ist nicht nur erfrischend, sondern fördert auch die Gesundheit.
Die kürzlich von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) und Naturfreunden Internationale veröffentlichte Studie „Naturerleben und Gesundheit“ bestätigt die positive Wirkung der Natur auf die körperliche und seelische Gesundheit. Spaziergänge im Wald senken nachweislich den Blutdruck, den Puls und den Blutzuckerspiegel und bauen Stresshormone ab. Wie Rudolf Freidhager, Vorstand der Bundesforste weiter erläutert, wurde etwa nachgewiesen, dass Wald-Joggern im Vergleich zu Sportlern in Städten oder in Fitness-Centern viel ausgeglichener und erholter sind.
 
In Wäldern bis zu 6 °C kühler
Den Gesundheits- und Erholungseffekt steigern kann der Wald in heißen Sommermonaten auch durch seine natürliche Kühl- und Klimafunktion. Denn neben den Schatten spendenden Kronendächern verdunsten Bäume bei hohen Temperaturen große Mengen an Wasser und geben Feuchtigkeit an die Luft ab. Einerseits werden dabei Morgentau oder Regenwasser direkt auf der Blatt-/Nadeloberfläche und von der Oberfläche des Waldbodens verdunstet. Andererseits geben Bäume über die Spaltöffnungen an Blättern und Nadeln aus dem Waldboden aufgenommenes Wasser wieder ab. Ein Hektar Wald mit durchschnittlichem Baumbestand kann an warmen Sommertagen bis zu 60.000 Liter Wasser verdampfen und seine Umgebung auf natürliche Weise kühlen.
 
Damit übernimmt der Wald auch eine wichtige Funktion bei der lokalen Klimaregulation. Während es in Waldgebieten auch an heißen Sommertagen schön kühl bleibt, steigt die Temperatur in waldnahen Siedlungen im Durchschnitt bereits um 3 °C an. In dicht verbauten Gebieten und Städten ist die Temperatur bereits um bis zu 6 °C höher als in Waldgebieten. Die klimaregulierende Wirkung der Wälder dient auch als Vorbild für moderne Städteplanung, wo Bäume und begrünende Elemente gezielt eingesetzt werden, um das Mikroklima in ihrer Umgebung zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern.
Abkühlung in Naturgewässern
Wer in der Natur Abkühlung sucht, kann sich bei einem Wald-Spaziergang erfrischen. An einigen Badeseen wie dem Attersee, Grundlsee, Traunsee oder Wörthersee haben die Bundesforste öffentliche Naturbadeplätze eingerichtet, die allen Erholungssuchenden kostenlos zugänglich sind. Natürliche Erfrischung bieten auch Wasserfälle, viele davon auf Bundesforste-Flächen, wie die Krimmler Wasserfälle in Salzburg, deren Wasser aus zehn Gletschern gespeist 380 m spektakulär zu Tale stürzt.
 

Download Studie „Naturerleben und Gesundheit“ (PDF, 1.7 MB)

 
Österreichische Bundesforste

Auch interessant

von