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Streit um Urwaldabholzung in Polen

In Warschau ignoriert man derzeit die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die Abholzung im Urwald einzustellen. Sollten die Rodungen weitergehen, droht Polen der Entzug des Stimmrechts.

Die Region an der polnisch-weißrussischen Grenze gilt als der letzte Urwald Europas und ist UNESO-Weltnaturerbe. Umweltminister Jan Szyszko hatte am 31. Juli angekündigt, die polnische Regierung werde in dem Biosphärenreservat weiter Bäume fällen lassen – auch nach der Anordnung eines sofortigen Abholzungsstopps durch den Europäischen Gerichtshof.

Sollten die Rodungen nun weiter andauern, wird der Fall in das laufende Vertragsverletzungsverfahren gegen Polen aufgenommen, teilte die EU-Kommission am 2. August mit. Sollte sich bestätigen, dass im Bialowieza-Wald weiter Holz gefällt wird, dann verstieße die Warschauer Regierung gegen eine Anordnung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), heißt es. Ein weiterer Verstoß könnte theoretisch bis zum Entzug der Stimmrechte Polens führen.

holzkurier.com

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