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Stora Enso schließt Werk Sollenau in Österreich

Der finnische Holzkonzern Stora Enso schließt mit Wirkung Ende März 2014 die Sägelinie des Werkes Sollenau im Süden Niederösterreichs. Die Hobelanlage und die Leimbinderfertigung werden noch bis zum 2. Quartal 2015 weiterarbeiten, bevor diese auch dann still gelegt werden sollen.Sollenau stammt noch aus dem Verbund des Vorbesitzers Gerhard Schweighofer, der seine Sägegruppe an die Finnen veräußert hatte. Das Werk verarbeitet rund 400 000 Fm Rundholz, vor allem Fichte und Kiefer aus dem Osten Österreichs. Das Rundholz soll in Zukunft in die beiden anderen niederösterreichischen Fabriken in Ybbs und Brand geliefert werden. Damit lastet Stora Enso diese Werke besser aus als zuletzt. Dem Vernehmen nach gab es schon einige Zeit Versorgungsprobleme mit Rundholz, die Marktlage dürfte zur Zeit eng sein. Außerdem ordnet der Konzern seinen geographischen Mix neu. Ins polnische Werk Murnow werden 28 Mio. € gesteckt, von dort aus sollen die Märkte in Osteuropa und Übersee bedient werden. Damit stünde es in Konkurrenz zu Sollenau, das in einem Hochlohnland liegt. Der Osten Österreichs verliert dadurch einen potenten Sägestandort, was deutlich längere Transportwege und Druck auf die Holzpreise nach sich ziehen könnte.Stora Enso erwartet sich Kosteneinsparung durch die Schließung des Werkes auf bis zu 7 Mio. € pro Jahr. Die Kosten für die Aufgabe des Standortes beziffert der Konzern mit rund 10 Mio. €.Für die 125 Mitarbeiter arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit den Gewerkschaften einen Sozialplan aus. Stora versucht, möglichst viele Beschäftigten zum Wechsel in die beiden anderen Werke zu gewinnen, beide jeweils deutlich über 100 km entfernt.

Anon Friedrich

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