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Stora Enso Halbjahresbericht

Europas größter Sägewerkskonzern Stora Enso, Helsinki, hat in den vergangenen neun Jahren seine Massivholzsparte signifikant verkleinert. Seit 2006 sank die Produktionskapazität in 13 Sägewerken dauerhaft um 2,05 Mio. m³/Jahr. Die Hälfte bauten Finnland und Schweden ab, gefolgt von Mitteleuropa (580.000 m³/Jahr) und dem Baltikum (450.000 m³/Jahr). Die stärksten Einschnitte gab es im schwedischen Kopparfors (310.000 m³/Jahr) und dem niederösterreichischen Sollenau (260.000 m³/Jahr), zeigt die Präsentation zum kürzlich veröffentlichten Halbjahresbericht.
Die Anlagen aus letzterem Standort wurden im zweiten Quartal im polnischen Murow teils (Rundholzsortierung) wieder in Betrieb genommen. Nach Vollbetrieb der ehemaligen Sollenau-Linie soll Murows Ausstoß zunächst auf 140.000 m³/Jahr und in weiterer Folge auf 400.000 m³/Jahr steigen.
Die Kapazitätsabbauten haben in den vergangenen beiden Jahren zu einer spürbar besseren Anlagenausnutzung geführt. Seit Mitte 2013 liegen die Produktionskürzungen der Massivholzsparte konstant unter 8 % der Kapazität, meist sogar unter 4 %. Trotzdem zeigt der langfristige Trend der Massivholzsparte „Wood Products“ nach unten. Im ersten Halbjahr 2015 wurden 2,25 Mio. m³ Massivholzprodukte ausgeliefert. Das sind 7 % weniger als im Vorjahr, bzw. um 26 % weniger als noch 2008. Die Produktionsmenge im ersten Quartal war mit 1,06 Mio. m³ nur mehr knapp über der Millionengrenze.
Das abgelaufene Jahresviertel kam finanziell nicht an das Vorjahresergebnis heran. Vom Spartenumsatz her lag das zweite Quartal mit 441 Mio. € um 10 % unter 2014. Das EBIT (operativ) sank um 38 % auf 23 Mio. €. Der Durchschnittspreis pro gelieferten Kubikmeter sank um 3,8 % auf 386 €. Höhere Fix- und Transportkosten drückten ebenfalls auf das Ergebnis.
timber-online.net

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