ABO

STIHL TIMBERSPORTS: Neuseeland ist Teamweltmeister 2017

Neuseeland ist der neue Teamweltmeister im Sportholzfällen. Das polnische Team holt überraschend Silber, Australien kommt auf Platz drei.

Die Teamweltmeisterschaft der STIHL TIMBERSPORTS Series ist entschieden: Am Ende eines packenden Wettkampfes am 3. November vor mehr als 2.500 Zuschauern in der Håkons Hall in Lillehammer steht die Mannschaft aus Neuseeland ganz oben auf dem Podium. Im Finale gegen das Überraschungsteam aus Polen sicherten sich die Kiwis ihren ersten Weltmeistertitel nach 2013 und beendeten damit die Siegesserie von Titelverteidiger Australien, denen nach einer Disqualifikation im Halbfinale nur der dritte Platz blieb. Das Team aus Kanada, das als Vizeweltmeister angereist war, landete auf dem undankbaren vierten Platz.

Das große Finale

Die Håkons Hall in Lillehammer bebte, als am späten Freitagabend das große Finale um den Team-Weltmeistertitel begann. Vor mehr als 2.500 Zuschauern sicherte sich die Mannschaft aus Neuseeland in einer spannenden und denkbar knappen Endrunde den Sieg. Das Team um den Rekordweltmeister Jason Wynyard bezwang vor dem begeisterten Publikum im Finale das Team aus Polen und sicherte sich damit zum vierten Mal den Weltmeistertitel. Auf ihrem Weg ins Finale schlugen die Neuseeländer die Mannschaften aus Großbritannien, den USA und Kanada. Nach guten Zeiten im Achtel- und Viertelfinale setzten die Kiwis im Halbfinale nochmal ein Ausrufezeichen: Mit einer Fabelzeit von 48,36 Sekunden schlugen sie die Kanadier nur hauchdünn, die trotz einer neuen persönlichen Bestzeit von 49,76 Sekunden das Nachsehen hatten. „Großes Lob erstmal an das polnische Team, sie haben eine großartige Leistung gezeigt. Für uns war es ein weiter Weg hierher, daher ist es einfach großartig, mit der Trophäe nach Hause zu kommen“, so der Neuseeländer Jack Jordan nach dem Sieg. „Wir wollten im Finale einfach raus gehen und keinen Fehler machen – das haben wir geschafft“, ergänzte sein Teamkamerad Jason Wynyard.

Polen holt den zweiten Platz nach Europa

Direkt hinter den glücklichen Siegern aus Neuseeland sicherte sich das Überraschungsteam aus Polen den zweiten Platz. Die Polen zeigten den Wettkampf ihres Lebens und setzten sich bis zum Finale gegen die Niederlande, Tschechien sowie den amtierenden Weltmeister und klaren Favoriten Australien durch. Es war ein herausragender Auftritt der Polen, die den kompletten Wettkampf mit einem Mann weniger bestritten: Für die vier Disziplinen des Teamwettkampfs boten sie nur drei

Athleten auf – Jacek Groenwald übernahm zwei Disziplinen und trat an der Stock Saw und am Standing Block Chop an. „Insgesamt war der Wettkampf für uns sehr hart, da unser vierter Mann kurzfristig ausgefallen ist. Wir mussten unsere Taktik umstellen, haben das aber gut gelöst“, so Krystian Kaczmarek. Erst im Finale mussten sich die Polen knapp gegen den neuen Weltmeister geschlagen geben. Arkadiusz Drozdek war nach dem Gewinn des zweiten Platzes überglücklich: „Für uns war es unglaublich im Finale und auf dem Treppchen zu stehen. Wir sind überglücklich, dass wir die Silbermedaille gewonnen haben.“

„Chopperoos“ aus Australien siegen im kleinen Finale

Der große Favorit aus Australien belegte am Ende den dritten Platz und komplettierte damit das Podium. Bis zum Halbfinale zeigte die Mannschaft aus Down Under eine dominante Vorstellung und schien der Favoritenrolle gerecht zu werden. Dann schied das Team um Brad De Losa aber durch eine Disqualifikation wegen eines Frühstarts überraschend aus. Den Australiern blieb nur der Gang ins kleine Finale gegen Kanada, wo sie mit Wut im Bauch für die Tagesbestzeit von 47.85 Sekunden sorgten und sich den dritten Platz sicherten. Trotzdem überwog bei den „Chopperoos“ die Enttäuschung. „Wir können uns trotz des dritten Platzes nicht wirklich freuen, da wir hergekommen sind um Gold zu gewinnen. Es ist kein Trost für uns, vor allem wenn man so ausscheidet“, klagte Brayden Meyer.

Das Team aus Kanada war als Vizeweltmeister nach Lillehammer angereist, musste sich aber im Halbfinale denkbar knapp dem späteren Weltmeister aus Neuseeland geschlagen geben. Nachdem sie im kleinen Finale Australien unterlagen, blieb dem hoch gehandelten Team um Stirling Hart und Mitch Hewitt nur der undankbare vierte Platz. Auf den weiteren Rängen landeten die Teams aus den USA, Deutschland, Tschechien und Österreich.

Endergebnis

  1. Neuseeland
  2. Polen
  3. Australien
  4. Kanada
  5. USA
  6. Deutschland
  7. Tschechien
  8. Österreich
  9. Spanien
  10. Türkei
  11. Frankreich
  12. Italien
  13. Rumänien
  14. Belgien
  15. Niederlande
  16. Großbritannien

STIHL TIMBERSPORTS besteht aus sechs Disziplinen,

je drei mit der Axt (Springboard, Standing Block Chop und Underhand Chop) und drei an der Säge (Stock Saw, Single Buck und Hot Saw). Beim Team-Relay treten jeweils zwei Nationalmannschaften, bestehend aus vier Sportlern, im K.o.-System gegeneinander an. Als Staffel werden die Sportdisziplinen Stock Saw, Underhand Chop, Single Buck und Standing Block Chop absolviert. Im Einzelwettkampf treten die 12 besten Sportler der Welt im Finale in einem Rundenwettkampf in allen sechs Disziplinen gegeneinander an. Wie auch bei den Teamwettkämpfen, kommen nur die besten Sportler eine Runde weiter.

Weitere Ergebnisse der STIHL TIMBERSPORTS® Weltmeisterschaft 2017 auf forstpraxis.de

STIHL TIMBERSPORTS Series

Auch interessant

von