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Der STIHL Vorstand bei der Herbst-Pressekonferenz 2015 (v.l.): Wolfgang Zahn

STIHL wächst zweistellig und investiert

Die STIHL Unternehmensgruppe hat von Januar bis August 2015 beim Umsatz um 10,4 % auf 2.285 Mio. € zugelegt. Bei unveränderten Wechselkursen gegenüber dem Vorjahr hätte das Wachstum 3,4 % betragen.
„Wir werden 2015 einen neuen Rekordumsatz erzielen – trotz schwieriger Märkte in einigen Krisenländern“, erklärte der STIHL Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora bei der Herbst-Pressekonferenz des Unternehmens.
Das deutsche Stammhaus, die ANDREAS STIHL AG & Co. KG, erzielte in den ersten acht Monaten einen Umsatz in Höhe von 664 Mio. €, was einem Rückgang von 0,7 % entspricht. Hauptgrund für die Absatzentwicklung ist der Einbruch des russischen Marktes.
Wachstumstreiber Amerika
Wachstumstreiber beim Absatz war im laufenden Jahr vor allem der US-amerikanische Markt mit einem deutlichen Plus bei Motorsägen und Motorgeräten. Auch in den lateinamerikanischen Märkten verläuft die Geschäftsentwicklung überwiegend positiv. In Brasilien schwächt sich die Dynamik der Vorjahre etwas ab. Trotz wirtschaftlich instabiler Lage wird in Argentinien ein starkes Plus erzielt. Westeuropa liegt leicht über dem Vorjahr. Die wirtschaftlichen und politischen Probleme haben das Konsumklima in Russland stark beeinträchtigt und zu einem drastischen Rückgang der Nachfrage in allen Produktbereichen geführt. Ansonsten bewegt sich Osteuropa in etwa auf Vorjahresniveau. Die Geschäftsentwicklung in Asien ist eher schwach, in Ozeanien hingegen positiv.
STIHL investiert
Um die Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu schaffen, plant das Unternehmen bis 2018 weltweit Investitionen in Höhe von 1 Mrd. €. Die Mittel fließen vor allem in Bauprojekte zur Erweiterung und Modernisierung des internationalen Fertigungs- und Vertriebsverbundes. Auch in neue Maschinen und Anlagen wird kräftig investiert.
Dabei ist Deutschland der Standort mit dem höchsten Investitionsvolumen in der Gruppe. So werden derzeit allein am deutschen Stammsitz über 65 Mio. € in eine neue Produktionslogistik und die Erweiterung des Entwicklungszentrums investiert. Beide Gebäude werden im nächsten Jahr fertiggestellt.
„Trotz der hohen Kosten hierzulande bekennen wir uns als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen zum Standort Deutschland. Gleichzeitig muss jedoch dringend die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gestärkt werden – beispielsweise mit flexibleren Arbeitsmärkten, einer Reduzierung der Abgabenlast und einer Verbesserung der Infrastruktur“, forderte Dr. Kandziora.
Starkes Halbjahr im deutschen Markt
„Wir blicken im deutschen Markt auf ein starkes erstes Halbjahr zurück, in dem wir den Absatz von STIHL und VIKING Produkten steigern konnten. Der Verkauf der Akku-Geräte hat die Erwartungen übertroffen“, freut sich Dr. Kandziora. Das Geschäft im Hochsommer wurde durch die Hitze etwas beeinträchtigt. Für den Herbst 2015 ist der Vorstandsvorsitzende optimistisch, „mit neuen Produkten und starken Kampagnen, wie den ‚Super Sägen Wochen‘ im November, weiter zu wachsen“.
STIHL und VIKING Produktneuheiten
Mit dem AkkuSystem COMPACT präsentiert STIHL eine neue Produkt-Serie mit vier Gartengeräten für den privaten Haus- und Gartenbesitzer – von der Motorsäge MSA 120 C-BQ über die Heckenschere HSA 56 bis zur Motorsense FSA 56 und dem Blasgerät BGA 56. Die Geräte mit dem neuen COMPACT-Akku-System kommen im Sommer 2016 auf den Markt. Auch VIKING startet mit Produktinnovationen in die Gartensaison 2016. Die zwei neuen Robotermäher iMow MI 422 und MI 422 P sind für Rasenflächen bis 500 Quadratmeter bzw. 1.000 Quadratmeter ausgelegt.
Die STIHL Gruppe entwickelt, fertigt und vertreibt motorbetriebene Geräte für die Forst- und Landwirtschaft sowie für die Landschaftspflege, die Bauwirtschaft und den anspruchsvollen Privatanwender. Ergänzt wird die Produktpalette durch das Gartengerätesortiment von VIKING. Die Produkte werden grundsätzlich über den servicegebenden Fachhandel vertrieben – in über 160 Ländern. STIHL ist seit 1971 die meistverkaufte Motorsägenmarke weltweit. Das Unternehmen wurde 1926 gegründet und hat seinen Stammsitz in Waiblingen bei Stuttgart. STIHL erzielte 2014 mit 14.297 Mitarbeitern weltweit einen Umsatz von 2,98 Mrd. €.
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Der STIHL Vorstand bei der Herbst-Pressekonferenz 2015 (v.l.): Wolfgang Zahn Karl Angler

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