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Stihl wächst trotz Ukrainekrise

Stihl wächst trotz Ukrainekrise

Der Umsatz der Stihl-Gruppe ist in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres um 4,0 % auf 2 070 Mio € gewachsen. Bei gleichen Wechselkursen wie im Vorjahr hätte das Plus sogar 8,2 % betragen. „Trotz internationaler Krisenherde erwarten wir 2014 einen neuen Absatz- und Umsatzrekord”, erläuterte der Stihl Vorstandsvorsitzende Dr. Bertram Kandziora bei der diesjährigen Herbst-Pressekonferenz in Waiblingen: „Insbesondere unsere große US-Tochtergesellschaft, Stihl Incorporated in Virginia Beach, hat im Jahr ihres 40-jährigen Jubiläums um fast 10 % zugelegt. Die USA sind mit Abstand unser größter und wichtigster Markt. Stihl ist hier meistverkaufte Marke von benzinbetriebenen und handgetragenen Outdoor-Motorgeräten.”In Osteuropa ist der Absatz vor allem in der Ukraine stark zurückgegangen. Auch der Markt in Russland bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Ursache ist hier seit einigen Monaten die schwächelnde Binnenkonjunktur, der schwache Rubel und die aktuellen Sanktionen. Kandziora bezifferte den Verlust an Stückzahlen in dieser Region mit über 20 %. Russland ist für Stihl ein bedeutender Absatzmarkt – inzwischen unter den Top-Five der weltweiten Rangliste.In Südamerika erzielt Stihl Brasilien hohe Zuwachsraten. Die neue Vertriebsgesellschaft in Kolumbien ist schwungvoll gestartet und erzielt auf noch niedrigem Niveau deutliches Wachstum. Aufgrund der bestehenden Einfuhrbeschränkungen ist das Geschäft in Argentinien und Venezuela hingegen stark rückläufig.In Westeuropa zeichnen sich besonders Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Benelux durch starke Wachstumsraten aus. Grundsätzlich hat auf der nördlichen Erdhalbkugel das milde Frühjahr zu einem frühen Geschäftsstart und zu einer Belebung der Branchenkonjunktur beigetragen. In Deutschland war das Wachstum sogar zweistellig. Das Segment der Akku-Geräte wuchs um über 20 %, wobei der Anteil am Gesamtvolumen mit knapp 2 % noch gering ist.Der Weg des Online-Vertriebs wird von den Stihl-Partnern bisher eher zögerlich genutzt. Rund 500 Händler bieten ihren Kunden die Möglichkeit, online zu bestellen. Nur wenige versenden die Produkte auch. Bei Motorsägen und Trennschleifern muss aber ohnehin eine persönliche Einweisung für eine sichere Handhabung bei der Abholung erfolgen, was letztlich die Fachbetriebe in ihrer Bedeutung stützt. Demnach gibt es bisher auch bundesweit nur zwei große Baumarkt-Filialen, bei denen man Stihl-Sägen kaufen kann.

Stihl/H. Höllerl

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