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Stiftung Naturlandschaften Brandenburg renaturiert Moore bei Lieberose

Stiftung Naturlandschaften Brandenburg renaturiert Moore bei Lieberose

Die sensiblen Moorstandorte auf den Flächen der StiftungNaturlandschaften Brandenburg und weiterer Eigentümer sind wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen und üben mit ihrer Eigenschaft als Wasserspeicher und Kohlendioxid-Senken eine wichtige Funktion für das Klima aus. Weil immer mehr Wasser durch alte Meliorationsgräben abfloss, drohten einige der sensiblen Moore bei Lieberose (Landkreis Dahme/Spreewald) auszutrocknen und zu verlanden. Die Stiftung hat Schutzmaßnahmen ergriffen und zwei von sieben aktuell geplanten Standorten bereits erfolgreich renaturiert.
Die Moore der Lieberoser Hochfläche auf dem Gebiet der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg und weiterer Flächeneigentümer haben nicht nur eine hohe Bedeutung für Wasserrückhalt, Klima und Vegetation – sie sind auch als Lebensraum und Wegstation für wandernde Tierarten, wie z. B. den Elch, besonders wertvoll. Als Trittsteinbiotope bilden sie einen zentralen Bestandteil des von der Stiftung umgesetzten Biotopverbundprojektes Ökologischer Korridor Südbrandenburg.
Leider sind die wertvollen Funktionen der Moore vielerorts in Gefahr, weil durch frühere Eingriffe und bestehende Entwässerungsgräben ein Austrocknen droht. 
Erste Moorschutzprojekte umgesetzt, weitere geplant

Auch die Situation der Moore auf der Lieberoser Stiftungsfläche war alarmierend, wie eine Machbarkeitsstudie belegte, die die Stiftung in guter Kooperation mit den Behörden im Jahr 2013 erstellen ließ. Im Rahmen der Studie wurden Gefahren und Aufwertungspotenziale für 10 Moore analysiert und Empfehlungen für Schutzmaßnahmen erarbeitet.
Als Projektträger konnte die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg jetzt die ersten beiden Moorschutzprojekte am Moor südlich des Gusteluchs und am Funkenluch umsetzen. Da sich die Moore auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz befinden, mussten vor der Verfüllung der Entwässerungsgräben jeweils Munitionssondierungsarbeiten erfolgen. Teilweise war auch ein Entnehmen von Baumaufwuchs nötig, um die schon fortgeschrittene Verbuschung aufzuhalten. Projektleiter Dr. Heiko Schumacher: „Durch das Verfüllen der Gräben wurden die Voraussetzungen für eine langfristige Erholung der Moore geschaffen. Damit wird Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere gesichert.“ Die Erholung der Moore wird mit eingesetzten Pegeln, die die Daten der Wasserstände automatisch aufzeichnen, und regelmäßigen Kartierungen von Biotopen und Arten langfristig beobachtet.
Weitere fünf Moorstandorte sollen bis Ende des Jahres 2014 mit Finanzierung durch Förder- und Ausgleichsmittel renaturiert werden.
Die Stiftung Naturlandschaften Brandenburg wurde im Jahr 2000 vom Land Brandenburg, der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, dem Naturschutzbund Deutschland (NABU), der Umweltstiftung WWF Deutschland, dem Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung und einer Privatperson gegründet. Ihr Ziel ist es, Wildnisentwicklung auf ihren Flächen zu ermöglichen und diese den Menschen näher zu bringen. Die Stiftung besitzt und verwaltet auf dem ehem. Truppenübungsplatz Lieberose Flächen im Umfang von rund 3.150 ha. Weitere Stiftungsflächen befinden sich auf den ehe. Truppenübungsplätzen Jüterbog, Heidehof und Tangersdorf.
Stiftung Naturlandschaften Brandenburg

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