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Steuerliche Diskriminierung von

Steuerliche Diskriminierung von Holz-Hackschnitzeln beenden!

Der Verein Pro Hackschnitzel e.V. kämpft für die steuerliche Gleichstellung von Energie-Holzhackschnitzeln mit Scheitholz, Briketts und Pellets. Alle Holzbrennstoffe sollen gleichermaßen den begünstigten Steuersatz von 7 % erhalten.Bis zum Jahr 2020 soll der Anteil erneuerbarer Wärme von aktuell knapp 10 auf 14 % erhöht werden. Dazu ist es zwingend nötig, die Wärmeerzeugung aus festen Bioenergieträgern weiter auszubauen, gleichzeitig aber die Schadstoffemissionen zu reduzieren. 72 % der erneuerbaren Wärme wurde 2014 aus Holz gemacht. Die restlichen 28 % teilten sich Biogas und Solarthermie (Quelle: Umweltbundesamt). Die EU fördert den Einsatz von Holz als Brennstoff, indem sie ihren Mitgliedsstaaten einräumt, dafür einen ermäßigten Umsatzsteuersatz festzulegen. In Deutschland gilt derzeit, dass Scheite, Briketts und Pellets begünstigt mit 7 % besteuert werden – für Holzhackschnitzel fallen 19 % an. Mit 7 % begünstigt werden nur solche Hackschnitzel, die überwiegend aus Nadeln und Rinden bestehen und damit optisch eindeutig als Abfall gekennzeichnet sind. Aber: Rinden und Nadeln verrotten schnell und sind für kleine und mittlere Heizkessel als Brennstoff ungeeignet.Warum werden Energie-Holzhackschnitzel, die ausschließlich aus Holz bestehen, nicht wie Scheitholz, Holzbriketts und Pellets behandelt? In Deutschland entscheidet die Zuordnung zu einer Zollnummer, welche Produkte den vergünstigten Steuersatz bekommen. Der Zoll muss nach optischen Kriterien entscheiden können – und nicht nach Herkunft oder Verwendung. Nadeln und Rinden erbringen den optischen Nachweis, dass es sich um Abfälle handelt, die nicht stofflich verwendet werden können. Andere europäische Länder kennen diese Verkoppelung von Umsatzsteuer- und Zollrecht nicht, sondern berücksichtigen ggf. Herkunft oder Verwendung. In Deutschland behindert die steuerliche Diskriminierung den Einsatz in privaten Anwesen und besonders die Entwicklung von kommunalen Holzheizungen mit und ohne Wärmenetze. Kommunen können die Umsatzsteuer nicht absetzen. Ländliche Kommunen in waldreicher Umgebung haben ihren Brennstoff vor der Haustür. Sie können ein Wärmenetz mit einem dezentralen Heizwerk, das mit Feinstaubfiltern ausgestattet ist und die Holzasche professionell entsorgt, zur Verfügung stellen. Dazu brauchen sie gegenüber allen anderen Holzbrennstoffen wettbewerbsfähige Hackschnitzel, die nach Wassergehalt, Aschegehalt und Größe definiert sind.

www.pro-hackschnitzel.de

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