Holzverkauf und Holzpreise

Steigende Kosten für Bauholz – Brennholz bleibt günstig

Bearbeitet von Marc Kubatta-Große

Aufgrund des starken Preisanstiegs für Bauholz hat der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., der die Hersteller moderner Holzfeuerungen vertritt, im Mai 30 deutsche Forstämter zur Kostenentwicklung von Brennholz befragt.

Die HKI-Umfrage hat ergeben, dass sich der Preisanstieg für Bauholz nicht auf Brennholz auswirkt. Ein Raummeter Brennholz ab Polter, also bei eigener Abholung am Waldweg, kostet zwischen 35 und 50 Euro. Bundesweit liegt der Preis seit zehn Jahren um die 40 Euromarke.

Brennholz ist kein Bauholz

„Die abweichenden Preise für Bauholz und Brennholz verdeutlichen, dass es sich um zwei unterschiedliche Produkte handelt. Bauholz ist hochwertiges Stammholz, dass international gehandelt wird und somit der weltweiten Preisentwicklung unterliegt“, so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI. Brennholz hingegen falle bei der regelmäßigen Waldpflege, der Durchforstung und bei der Beseitigung von Sturmschäden an und sei für eine industrielle Verarbeitung nicht geeignet. Die minderwertigen Stämme sowie das Kronenholz werden daher regional als Brennholz vermarktet und seien auch langfristig in ausreichender Menge verfügbar.

Entlastung fürs Klima

Gut zu wissen: Brennholz trägt nicht zur Erderwärmung bei, da es bei der Verbrennung nur so viel Kohlendioxid freisetzt, wie der Baum zuvor während seines Wachstums aufgenommen hat. Dieselbe Menge Kohlendioxid entsteht auch dann, wenn das Holz im Wald auf natürliche Weise verrottet. Durch die Nutzung als Brennholz entsteht ein geschlossener Kreislauf, der das Klima dadurch entlastet, dass keine fossilen Brennstoffe für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Somit ist die Kohlenstoffdioxidbilanz von Holz als Wärmelieferant bis auf den Transportaufwand annähernd neutral.

Quelle: HKI