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Startschuss für „Generationendialog Wald“

Bundesministerin Julia Klöckner gibt am 7. Mai in Berlin den Auftakt zum „Generationendialog Wald – 2050 mitgestalten“. Die Ergebnisse des Generationendialogs sollen in die Waldstrategie 2050 der Bundesregierung einfließen. Begleitet wird das Projekt vom Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).

Die Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung, Julia Klöckner, erklärte zum Auftakt des Projektes: „Die Forstwirtschaft ist ein Paradebeispiel für generationsübergreifendes Wirtschaften. Die kommenden Generationen brauchen die Bäume zum Leben, die heute gepflanzt und gepflegt werden. Und Bäume, die heute geerntet werden, wurden oft vor mehreren Generationen gepflanzt und gepflegt. Wir müssen Waldpolitik deshalb über lange Zeiträume hinaus betrachten. Denn bei vielen Zukunftsfragen wie dem Klimawandel oder dem Erhalt der Biodiversität spielen Wald und Holz eine wichtige Rolle. Deshalb sind die massiven Waldschäden durch Trockenheit, Sturm und Schädlinge des vergangenen Jahres so bedenklich. Das alles hat zu großen Mengen Schadholz geführt. Wir werden erst in einigen Jahren sehen, wie groß das tatsächliche Ausmaß war. Klar ist leider schon, dass die Arbeit von Generationen betroffen ist. Im vergangenen Jahr habe ich deshalb schnell reagiert und unter anderem zusätzlich 25 Millionen Euro zur Regulierung von Waldschäden bereitgestellt.

Mir ist eine Balance der sozialen, ökonomischen und ökologischen Funktionen der Wälder wichtig, die wir nur über ihre nachhaltige Bewirtschaftung erreichen. Diese Balance zu finden, ist das wichtigste Ziel meiner Waldstrategie 2050.“

Politische Mitwirkung der 18- bis 29-Jährigen

Das von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) initiierte und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über den Projektträger FNR geförderte Vorhaben fordert die politische Mitwirkung der Generation der 18- bis 29-Jährigen beim Fortschreiben der vor acht Jahren aufgelegten Waldstrategie 2020 ein.

Unter der Schirmherrschaft des Waldbeauftragten Cajus Caesar werden die jungen Teilnehmer in fünf Dialogforen mit gestandenen Akteuren aus Forstwirtschaft, Politik, Wissenschaft und Naturschutz eigene Ideen und Lösungsstrategien für die Zukunft des Waldes entwickeln. Für die Foren wurden die neun Handlungsfelder der aktuellen Waldstrategie 2020 zu fünf Dialog-Themen verdichtet. Zwischen Juli und Oktober 2019 sind Workshops und Debatten zum Klima- und zum Wirtschaftsfaktor Wald, zum Lebensraum Wald, zur Forstwirtschaft in Deutschland und zum Wald-Erleben geplant. Identifiziert werden sollen Konfliktfelder, Handlungsbedarf und kreative Lösungsvorschläge, die geeignet sind, in die Fortschreibung der Waldstrategie einzufließen.

Das Vorhaben wird vom BMEL über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert. Die Projektbegleitung erfolgt im Kompetenz- und Informationszentrum Wald und Holz (KIWUH) der FNR. Nähere Informationen zu dem Projekt gibt es auf der Internetseite der FNR

Red./FNR

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