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Start der Waldzustandserhebung in Sachsen

Start der Waldzustandserhebung in Sachsen

Am 24. Juli beginnt die Waldzustandserhebung in Sachsen. Bis Mitte August werden fast 6.800 Bäume in ganz Sachsen von speziell geschulten Forstsachverständigen aufgesucht und nach ihrem Gesundheitszustand bewertet.

Verlichtete Kronen oder vergilbte Nadeln und Blätter, aber auch Schäden durch Sturm, Trockenheit und Hagel sowie der Befall durch Insekten und Pilze werden von Sachsenforst erfasst. Zusammen mit Daten des europäischen forstlichen Umweltmonitorings zu atmosphärischen Stoffeinträgen und laufenden Messungen der 18 sächsischen Waldklimastationen kann eine umfassende Beurteilung der Stressbelastung der Waldbäume vorgenommen werden. ; Gerade die Gemeine Fichte – die häufigste Baumart im sächsischen Wald – reagiert in Abhängigkeit ihres Standortes unterschiedlich auf den Klimawandel und seine Folgen. Während sich in den Kammlagen des Erzgebirges ihr Kronenzustand in den zurückliegenden Jahrzehnten stetig verbessert hat, leidet die Fichte in den tieferen Lagen zunehmend an Wassermangel und nachfolgenden Borkenkäfern. „Hohe Stickstoffeinträge in unseren Wäldern, gepaart mit veränderten Niederschlagssummen in den Sommermonaten, setzen den Wald zusätzlich unter besonderen Stress“, betont Dr. Henning Andreae, Landesinventurleiter vom Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft von Sachsenforst. ; Umweltstaatsminister Thomas Schmidt wird zusammen mit Landesforstpräsident Prof. Dr. Hubert Braun das Ergebnis der Untersuchung im Dezember vorstellen. Bis dahin werden die umfangreichen Erhebungen im Kompetenzzentrum umfassend ausgewertet und in einem Bericht an den Landtag zusammengestellt. Schwerpunkt der Analyse ist die Entwicklung der Baumkronen im Jahresvergleich, insbesondere vor dem Hintergrund des Auftretens von Extremwetterlagen. ; In den vergangenen Jahren konnte Sachsenforst einen stabilen Kronenzustand bei den sächsischen Waldbäumen feststellen. 2016 hatte sich der mittlere Nadel- und Blattverlust für alle Waldbäume im Vergleich zum Vorjahr sogar etwas verringert – mit Ausnahme der Buche. Die intensive Fruchtbildung der Buche ging zu Lasten des Blätterwachstums. ; Weitere Informationen sowie die Waldzustandsberichte der Jahre 1995 bis 2016 stehen im Internet unter www.sachsenforst.de.

Staatsbetrieb Sachsenforst

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